Montag, 19. November 2018

Rorate und Radio

Am 3. Dezember, einem Montag, wird die Roratemesse um 6 Uhr in der Früh aus unserer Pfarrkirche in Radio Maria übertragen. Aber die dunkle Kirche im Kerzenlicht wird man dort nicht erleben.

Sonntag, 18. November 2018

Eine Familienmesse mit dem Universitätsprofessor

Am Sonntag vor einer Woche (11. November)  war der Priester Univ. Professor Rudolf Prokschi als "Aushilfspriester" in Stockerau, weil ja das ganze Priesterteam auf Exkursion in London weilte.

Und es war eine Freude, wie ein Wissenschaftler wie er mit den vielen Kindern, die auf Polstern im Altarraum "ruhten" bei seiner Predigt sprechen konnte.

MinistrantInnenaufnahme



 Heute war es soweit - fünf Mädchen und ein Junge wurden von Kaplan Anton Istuk als MinistrantInnen aufgenommen.

Jede/r neue Ministrant/in bekommt einen "Schutzengel", eine/n ältere/n Ministrant/in, der/die auf ihn/sie aufpasst.

Bei der Aufnahme bejahen die Minis folgende Fragen:
  • Seid Ihr bereit, in Eurer Gruppe aufeinander Rücksicht zu nehmen, einander zu ermutigen und dabei Jesus mehr kennen zu lernen?
  • Seid Ihr bereit, als Ministrantinnen und Ministranten euren Dienst zu tun und dazu beitragen, dass der Gottesdienst eine gute und frohe Feier ist – zum Lob Gottes und zur Freude aller die da sind?
  • Seid ihr bereit in eurem ganzen Leben euch so zu verhalten dass deutlich wird, dass ihr Freunde Jesu seid?

Dann werden sie feierlich eingekleidet.

und es wird gesungen:


Nach der Messe gibt's noch eine kleine Feier im Pfarrhof.

Freitag, 16. November 2018

London 5. Tag






Nach vier Tagen wurden manche Abläufe schon zur Routine. Nach der Messe bei der Oratorianern fuhren wir nach St. Paul's Hammersmith um eine weitere Revitalisierung einer Kirche kennenzulernen.

Nach einer kleinen Stärkung im Cafehaus erzählte uns Pfarrer Simon Downham mehr über die Philosophie hinter der Neuevangelisierungsinitiative unserer Gastgeber. Dabei merkte ich gleich, dass er viel von einem Charisma eines Lehrers und Theoretikers hatte, weshalb es mich heute auch nicht mehr überraschte, dass sich diese Gemeinde besonders im schulischen Bereich engagierte.
Dieses geist- und menschengewirkte Zusammenwirken von konkreter Situation vor Ort, Charisma des Leiters/Teams und Gestalt der Gemeinde hat mich in diesen Tagen sehr beeindruckt. Was jedoch alle Kirchenrevitalisierungen verbindet, ist der Einsatz moderner Technik (die wir zumeist nur aus dem Stephansdom kennen):
Lautsprecher und Bildschirme
  

Nach einer ausgiebigen Reflexion der vergangenen Stunden (und Tage) und ein wenig Freizeit verbrachten wir den Abend im "Hauptquartier" in Brompton Road. Wir waren zum Besuch eines Alpha-Abends zum Thema "Das/Der Böse" eingeladen.

Am Bild sehen wir Adam Atkinson - der wie schon erwähnt, die Diözesanversammlung und auch Stockerau schon besucht hat - wie er uns mit Händen und Füßen von HTB erzählt. Wir sind auch ihm für die Begleitung in diesen Tagen sehr dankbar, und ich möchte gerne an das Ende dieser Blogeinträge über unsere Londonreise seine große Demut stellen - denn für ihn können nicht nur wir viel von der Londoner Kirche lernen, sondern Gewinn besteht für beide Seiten: auch sie lernen im Austausch mit uns viel dazu.

Ich freue mich, dass die gemeinsame Reise weitergehen wird! 

Donnerstag, 15. November 2018

Adventmarkt

Wie jedes Jahr freut sich die Pfarre Stockerau auf Ihren Besuch beim Adventmarkt, der vor und im P2 - Pfarrzentrum Stockerau am Freitag, den 30. November, und Samstag, den 1. Dezember, stattfindet. Die Eröffnung ist am Freitag um 17 Uhr.

 

Mittwoch, 14. November 2018

London 4. Tag


Der heutige Tag begann mit der Feier der Heiligen Messe in der Kirche der Oratorianer des Heiligen Phillip Neri hier in London.
St. Barnabas Innenraum

Dann ging es weiter zur nächsten Churchplant (Neuvitalisierung) St. Barnabas dieses Mal in einem sehr wohlhabenden Teil Londons. Hier erkannte man die Gelegenheit den französischsprechenden Zuwanderinnen und Zuwanderern (etwa 3000.000) Heimat zu geben. Und alles, was man im Umgang mit den französisch sprechenden Menschen gelernt hat, kommt jetzt dem Zugehen auf die iranische Community in London zu gute. Beeindruckend die Großzügigkeit mit der sich die Menschen hier verschenken. Das der dortige Pfarrer deutsch, französisch und russisch spricht und jetzt farsi lernt, schadet dem Charisma der Gemeinde nicht.

Pfarrer Andi Buckler und Übersetzer Johannes Eibensteiner
In St. Barnabas war auch Gelegenheit zur Reflexion des bisher Erlebten. Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer spiegelten für mich den überwältigenden Umfang der Erfahrungen wider.Dabei wurde auch den Übersetzern wie Johannes gedankt, die es den nicht so gut englisch verstehenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichen, alles mitzubekommen.
Am Nachmittag ging es weiter nach St. Paul's Shadwell, wo wir Bernhard Messer besuchen durften. Sein Host erzählte uns über die Versuche über Kunst und Engagement für die Jugendlichen (denn die staatlichen Förderungen für Jugendliche in diesem Gebiet war stark gekürzt worden) anziehend für die dort lebenden Menschen zu sein.
Pfarrer Phil Williams und Praktikant Bernhard Messer

Dort begegneten wir auch Vertretern der katholischen Kirche. Pfarrer und die Laien-Worship-Leiterin Pipa erzählten uns von ihrer Zusammenarbeit mit der anglikanischen Schwesterkirche vor Ort und den Früchten der Alphakurse gerade auch in der Altersgruppe der 13 bis 17jährigen!

Mit unseren Gastgebern feierten wir im Anschluss einen charismatisch-katholischen Gebetsabend. Vielleicht auch gut an dieser Stelle zu erwähnen, dass wir überall verköstigt werden. Die Gottesdienste beginnen so wie die Alpha Abende mit einem gemeinsamen Essen.

Dienstag, 13. November 2018

Im Frieden ist der Mensch am besten.

Ein lesenswertes Geistliches Wort vom 6. November des Pfarrers Christian Brost im Blog der evangelischen Pfarre Stockerau. Denn die Jahreslosung für 2019 ist: Suche den Frieden und jage ihm nach!


Suche den Frieden und jage ihm nach!
Jahreslosung für das Jahr 2019

Im Frieden ist der Mensch am besten.
Aus Japan

Uns gegen den Strom aus Angst, Vorurteilen und Gewalt stemmen. Mir fallen starke Sätze wie „Liebet eure Feinde“ ein. 
Wie soll das gehen? Mit Charme, Diplomatie und versöhnlichen Worten dafür sorgen, dass Feinde nicht Feinde bleiben? Wie können wir anderen die Chance geben, uns zu verstehen? Und wie schaffen wir es, uns in andere hineinzuversetzen, um möglicherweise unsere Einstellung zu ändern?
Der jüdische Theologe Pinchas Lapide bezeichnet Jesu Friedensprogramm als ‚Ent-feindung’

Alles Fremde macht uns – ob wir es zugeben oder nicht – zunächst einmal Angst. Sicher fühlen wir uns nur im Umgang mit vertrauten Menschen und vertrauten Abläufen. Alles was anders ist, geht mit der Sorge einher, dem Fremden nicht gewachsen zu sein, sich nicht auf das Neue einstellen zu können. Unsere Gedanken beginnen zu kreisen. 
Ohne es noch kennengelernt zu haben, malen wir uns das Fremde mehr oder weniger misstrauisch und düster aus....

Weiter geht es hier.

(Bild: http://www.wortimbild.de)

London 3. Tag

Am dritten Tag in London konnten wir wieder viele neue Eindrücke sammeln und staunen wie lebendig Kirche an manchen Orten hier sein kann. Heute konnten wir vor allem die missionarische Dynamik von HTB an konkreten Beispielen ein bisschen erspüren. Von der Mutterpfarre HTB sind nämlich bereits mehr als 70 neue Kirchengründungen ausgegangen. So genannte Church Plants oder „Kirchenpflanzungen“.



Als erste Station betreten wir durch den Kircheneingang der Pfarre St. Pauls erst einmal ein Café – gemütlich und mit jungem Flair. Das Kaffeehausambiente zieht sich bis in den Kirchenraum hinein. John, der Pastor der Gemeinde, erzählt uns vom Beginn der Neugründung mit damals nur noch 20 Gemeindemitgliedern. Es gab, bildlich gesprochen, eine „Hochzeit“ mit dem neuen Team von Menschen, die diese Pfarre zu ihrem neuen Lebensmittelpunkt gemacht haben um etwas neues aufzubauen.
Nach dem Mittagessen in dem Café, das gleichzeitig auch die Kirche ist wo auch Gottesdienste gefeiert werden, lernen wir eine weitere Neugründung kennen. In St. Mark's erzählt uns Pastor Paul mit seiner Frau von den Anfängen: Kirchengebäude stark verfallen und ungenutzt, kurz vor dem Verkauf. Mit 50 jungen Erwachsenen, hauptsächlich Familien mit kleinen Kindern fangen sie vor ca. 30 Jahren ganz neu an. Sie stellen Willkommenskultur, Anbetung/Lobpreis und das Wort Gottes in den Mittelpunkt und werden Zeugen einer Wachsenden Kirchengemeinde, die selbst schon andere Gemeinden neu gründen konnte.




Beeindruckend ist hier auch das unglaubliche Soziale Engagement wodurch sie ihre Gesellschaft mitprägen wollen. Also Schlüsselmoment in all ihrem Tun betonen sie immer wieder das Gebet und das Hören auf den Hl. Geist. Immer wieder hören wir, dass Gott der eigentliche Akteur und Garant für ihren Erfolg ist.
Am Abend sind wir wieder zurück in der Hauptkirche in HTB um noch an einem Treffen teilzunehmen wo man lernt, wie man füreinander beten kann.
Fazit: Viele, für uns neue Formen und viele Inspirationen die erst einmal verarbeitet werden müssen :)

Montag, 12. November 2018

Lobpreis im "informal service"

Nach dem Besuch von fünf Gottesdiensten am Sonntag hier ein kurzer Eindruck von den beiden Jugendgottesdiensten am Abend, hier in London als Informal Services bezeichnet.
Da ist vor allem die wirklich gute Musik, durchau0s in der Professionalität eines Popkonzerts, also entsprechende Lautstärke, Scheinwerfer, Gitarren und Schlagzeug. Bei den Musikern kann man spüren, dass sie damit ihren Glauben verkünden. 
Nach dem über 30 Minuten dauernden Musikblock ein ruhiger Teil und dann eine lange Predigt, ebenfalls über eine halbe Stunde. Aber auch das Gedenken ans Ende des 1. Weltkrieges fand seinen Weg zur Jugend. 
Alles andere als Sitzen, Zuhören und Bravsein. Hier fühlt sich die Jugend angesprochen, bei beiden Services ist das Gotteshaus so gut wie voll mit jungen Menschen. Im Kirchenraum gibt es Getränke und Kekse und wie immer viele, die sich um die Besucher kümmern.

Londonreise: 2. Tag

HTB Queen's Gate - Chorprobe vor Beginn des Gottesdienstes
Der Sonntag begann stressig, weil das Frühstücksbuffet im Hotel erst um 8 Uht geöffnet wurde und wir um 9 Uhr bereits den ersten Gottesdienst mitfeiern wollten. Wir begannen den Tag mit einem "traditionellen Gottesdienst" in HTB Queens Gate. Nach dem Gottesdienst gab uns Reiner Kramer einen kurzen Einblick in die Geschichte der Holy Trinity Brompton Bewegung.


unser Gastgeber: Reiner Kramer
Danach ging es weiter in HTB Brompton Road mit einem umwerfenden "modernen Gottesdienst". Die Beteiligung der Mitfeiernden, die Technik und die Musik haben mich wahrscheinlich am meisten beeindruckt - und das man 35 Minuten predigen kann und niemand regt sich auf. Die Kirche war gesteckt voll! Und das Durchschnittsalter lag sicher unter 35 Jahre.

HTB

Daran erkennt man gleich einen wichtigen Eckpunkt der Philosophie unserer GastgeberInnen: Es werden nicht überall alle Gottesdienstformen angeboten, sondern die Kirchen beschränken sich auf Zielgruppen und gestalten Kirchenraum und Gottesdienste auf diese Zielgruppen hin. Am Abend sollte es Jamie Mulvaney auf den Punkt bringen: "Fit for ministry and mission in the 21st century"
Zugleich gibt es einen hohen Standard an "Gastfreundschaft", Technik und Musik in allen Kirchen.

Nach einem kurzen Mittagessen ging es ins Hotel und in die Cromwell Rd. zu katholischen Schwester vor wir heilige Messe feierten. Danach konnte man sich für eine von zwei Kirchen entscheiden. Doch dazu folgen eigene Blogeinträge.