Dienstag, 20. November 2018

Adventlektüre

Die Pfarrverbandszeitung Dezember 2018 wird derzeit gedruckt und wird ab 28. November 2018 verteilt werden. Online-Leserinnen und Leser haben wie immer einen Informationsvorsprung und können die Zeitung im PDF-Format bereits jetzt lesen.

Hier finden Sie den Link.

Das Generalthema dieser Ausgabe ist "Wer kommt an?" - natürlich inspiriert durch die Geburt des kleinen Jesus, der als Erlöser bei uns Menschen ankommt. Eine Reihe von Artikel beschäftigen sich mit adventlichen und weihnachtlichen Themen, aber auch mit Flüchtlingen, die bei uns angekommen sind, und leider nicht überall und bei allen willkommen sind.

Daneben gibt es natürlich auch alles Wissenswerte aus den fünf Pfarren des Pfarrverbandes "Am Jakobsweg-Weinviertel", wobei wir mehr und mehr den Fokus auf das richten möchten, was in den nächsten 3 Monaten in den Pfarren passieren soll und wird. Tagesaktuelle Berichte und Videos sucht man ja bekanntlich besser im Internet, aber ein paar schöne Fotos gibt es schon!

Wir wünschen Ihnen beim Lesen der Ausgabe viel Vergnügen. Wenn Sie etwas weniger vergnügt oder etwas besonders vergnügt, dann schreiben Sie uns mit dem Betreff Pfarrverbandszeitung eine eMail an pfarre.stockerau@katholischekirche.at oder noch einfache kommentieren diesen Artikel.

Übrigens: Das Titelbild stammt von Weihnachten 2014, als zehntausende Christen, aber auch Moslems aus der Millionenstadt Mossul und ihrer Umgebung flüchten mussten, das die ISIS die Stadt besetzt hatten und besonders den Christen Ultimaten mit den Alternativen setzten: Zum Islam konvertieren, regelmäßiges Lösegeld zu zahlen oder getötet zu werden. Die meisten flüchteten in die nur 85 km entfernte Stadt Erbil, die im relativ sicheren Kurdengebiet liegt, und kamen dann in riesigen Flüchtlingslagern unter. Von so einem Lager stammt unser Bild, das uns freundlicherweise Kirche-in-Not-Deutschland zur Verfügung gestellt hat.

Die nächste Zeitung kommt Ende Februar 2019 zu Ihnen. Am 6. März ist nämlich Aschermittwoch.

Montag, 19. November 2018

Rorate und Radio

Am 3. Dezember, einem Montag, wird die Roratemesse um 6 Uhr in der Früh aus unserer Pfarrkirche in Radio Maria übertragen. Aber die dunkle Kirche im Kerzenlicht wird man dort nicht erleben.

Sonntag, 18. November 2018

Eine Familienmesse mit dem Universitätsprofessor

Am Sonntag vor einer Woche (11. November)  war der Priester Univ. Professor Rudolf Prokschi als "Aushilfspriester" in Stockerau, weil ja das ganze Priesterteam auf Exkursion in London weilte.

Und es war eine Freude, wie ein Wissenschaftler wie er mit den vielen Kindern, die auf Polstern im Altarraum "ruhten" bei seiner Predigt sprechen konnte.

MinistrantInnenaufnahme



 Heute war es soweit - fünf Mädchen und ein Junge wurden von Kaplan Anton Istuk als MinistrantInnen aufgenommen.

Jede/r neue Ministrant/in bekommt einen "Schutzengel", eine/n ältere/n Ministrant/in, der/die auf ihn/sie aufpasst.

Bei der Aufnahme bejahen die Minis folgende Fragen:
  • Seid Ihr bereit, in Eurer Gruppe aufeinander Rücksicht zu nehmen, einander zu ermutigen und dabei Jesus mehr kennen zu lernen?
  • Seid Ihr bereit, als Ministrantinnen und Ministranten euren Dienst zu tun und dazu beitragen, dass der Gottesdienst eine gute und frohe Feier ist – zum Lob Gottes und zur Freude aller die da sind?
  • Seid ihr bereit in eurem ganzen Leben euch so zu verhalten dass deutlich wird, dass ihr Freunde Jesu seid?

Dann werden sie feierlich eingekleidet.

und es wird gesungen:


Nach der Messe gibt's noch eine kleine Feier im Pfarrhof.

Freitag, 16. November 2018

London 5. Tag






Nach vier Tagen wurden manche Abläufe schon zur Routine. Nach der Messe bei der Oratorianern fuhren wir nach St. Paul's Hammersmith um eine weitere Revitalisierung einer Kirche kennenzulernen.

Nach einer kleinen Stärkung im Cafehaus erzählte uns Pfarrer Simon Downham mehr über die Philosophie hinter der Neuevangelisierungsinitiative unserer Gastgeber. Dabei merkte ich gleich, dass er viel von einem Charisma eines Lehrers und Theoretikers hatte, weshalb es mich heute auch nicht mehr überraschte, dass sich diese Gemeinde besonders im schulischen Bereich engagierte.
Dieses geist- und menschengewirkte Zusammenwirken von konkreter Situation vor Ort, Charisma des Leiters/Teams und Gestalt der Gemeinde hat mich in diesen Tagen sehr beeindruckt. Was jedoch alle Kirchenrevitalisierungen verbindet, ist der Einsatz moderner Technik (die wir zumeist nur aus dem Stephansdom kennen):
Lautsprecher und Bildschirme
  

Nach einer ausgiebigen Reflexion der vergangenen Stunden (und Tage) und ein wenig Freizeit verbrachten wir den Abend im "Hauptquartier" in Brompton Road. Wir waren zum Besuch eines Alpha-Abends zum Thema "Das/Der Böse" eingeladen.

Am Bild sehen wir Adam Atkinson - der wie schon erwähnt, die Diözesanversammlung und auch Stockerau schon besucht hat - wie er uns mit Händen und Füßen von HTB erzählt. Wir sind auch ihm für die Begleitung in diesen Tagen sehr dankbar, und ich möchte gerne an das Ende dieser Blogeinträge über unsere Londonreise seine große Demut stellen - denn für ihn können nicht nur wir viel von der Londoner Kirche lernen, sondern Gewinn besteht für beide Seiten: auch sie lernen im Austausch mit uns viel dazu.

Ich freue mich, dass die gemeinsame Reise weitergehen wird! 

Donnerstag, 15. November 2018

Adventmarkt

Wie jedes Jahr freut sich die Pfarre Stockerau auf Ihren Besuch beim Adventmarkt, der vor und im P2 - Pfarrzentrum Stockerau am Freitag, den 30. November, und Samstag, den 1. Dezember, stattfindet. Die Eröffnung ist am Freitag um 17 Uhr.

 

Mittwoch, 14. November 2018

London 4. Tag


Der heutige Tag begann mit der Feier der Heiligen Messe in der Kirche der Oratorianer des Heiligen Phillip Neri hier in London.
St. Barnabas Innenraum

Dann ging es weiter zur nächsten Churchplant (Neuvitalisierung) St. Barnabas dieses Mal in einem sehr wohlhabenden Teil Londons. Hier erkannte man die Gelegenheit den französischsprechenden Zuwanderinnen und Zuwanderern (etwa 3000.000) Heimat zu geben. Und alles, was man im Umgang mit den französisch sprechenden Menschen gelernt hat, kommt jetzt dem Zugehen auf die iranische Community in London zu gute. Beeindruckend die Großzügigkeit mit der sich die Menschen hier verschenken. Das der dortige Pfarrer deutsch, französisch und russisch spricht und jetzt farsi lernt, schadet dem Charisma der Gemeinde nicht.

Pfarrer Andi Buckler und Übersetzer Johannes Eibensteiner
In St. Barnabas war auch Gelegenheit zur Reflexion des bisher Erlebten. Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer spiegelten für mich den überwältigenden Umfang der Erfahrungen wider.Dabei wurde auch den Übersetzern wie Johannes gedankt, die es den nicht so gut englisch verstehenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichen, alles mitzubekommen.
Am Nachmittag ging es weiter nach St. Paul's Shadwell, wo wir Bernhard Messer besuchen durften. Sein Host erzählte uns über die Versuche über Kunst und Engagement für die Jugendlichen (denn die staatlichen Förderungen für Jugendliche in diesem Gebiet war stark gekürzt worden) anziehend für die dort lebenden Menschen zu sein.
Pfarrer Phil Williams und Praktikant Bernhard Messer

Dort begegneten wir auch Vertretern der katholischen Kirche. Pfarrer und die Laien-Worship-Leiterin Pipa erzählten uns von ihrer Zusammenarbeit mit der anglikanischen Schwesterkirche vor Ort und den Früchten der Alphakurse gerade auch in der Altersgruppe der 13 bis 17jährigen!

Mit unseren Gastgebern feierten wir im Anschluss einen charismatisch-katholischen Gebetsabend. Vielleicht auch gut an dieser Stelle zu erwähnen, dass wir überall verköstigt werden. Die Gottesdienste beginnen so wie die Alpha Abende mit einem gemeinsamen Essen.

Dienstag, 13. November 2018

Im Frieden ist der Mensch am besten.

Ein lesenswertes Geistliches Wort vom 6. November des Pfarrers Christian Brost im Blog der evangelischen Pfarre Stockerau. Denn die Jahreslosung für 2019 ist: Suche den Frieden und jage ihm nach!


Suche den Frieden und jage ihm nach!
Jahreslosung für das Jahr 2019

Im Frieden ist der Mensch am besten.
Aus Japan

Uns gegen den Strom aus Angst, Vorurteilen und Gewalt stemmen. Mir fallen starke Sätze wie „Liebet eure Feinde“ ein. 
Wie soll das gehen? Mit Charme, Diplomatie und versöhnlichen Worten dafür sorgen, dass Feinde nicht Feinde bleiben? Wie können wir anderen die Chance geben, uns zu verstehen? Und wie schaffen wir es, uns in andere hineinzuversetzen, um möglicherweise unsere Einstellung zu ändern?
Der jüdische Theologe Pinchas Lapide bezeichnet Jesu Friedensprogramm als ‚Ent-feindung’

Alles Fremde macht uns – ob wir es zugeben oder nicht – zunächst einmal Angst. Sicher fühlen wir uns nur im Umgang mit vertrauten Menschen und vertrauten Abläufen. Alles was anders ist, geht mit der Sorge einher, dem Fremden nicht gewachsen zu sein, sich nicht auf das Neue einstellen zu können. Unsere Gedanken beginnen zu kreisen. 
Ohne es noch kennengelernt zu haben, malen wir uns das Fremde mehr oder weniger misstrauisch und düster aus....

Weiter geht es hier.

(Bild: http://www.wortimbild.de)

London 3. Tag

Am dritten Tag in London konnten wir wieder viele neue Eindrücke sammeln und staunen wie lebendig Kirche an manchen Orten hier sein kann. Heute konnten wir vor allem die missionarische Dynamik von HTB an konkreten Beispielen ein bisschen erspüren. Von der Mutterpfarre HTB sind nämlich bereits mehr als 70 neue Kirchengründungen ausgegangen. So genannte Church Plants oder „Kirchenpflanzungen“.



Als erste Station betreten wir durch den Kircheneingang der Pfarre St. Pauls erst einmal ein Café – gemütlich und mit jungem Flair. Das Kaffeehausambiente zieht sich bis in den Kirchenraum hinein. John, der Pastor der Gemeinde, erzählt uns vom Beginn der Neugründung mit damals nur noch 20 Gemeindemitgliedern. Es gab, bildlich gesprochen, eine „Hochzeit“ mit dem neuen Team von Menschen, die diese Pfarre zu ihrem neuen Lebensmittelpunkt gemacht haben um etwas neues aufzubauen.
Nach dem Mittagessen in dem Café, das gleichzeitig auch die Kirche ist wo auch Gottesdienste gefeiert werden, lernen wir eine weitere Neugründung kennen. In St. Mark's erzählt uns Pastor Paul mit seiner Frau von den Anfängen: Kirchengebäude stark verfallen und ungenutzt, kurz vor dem Verkauf. Mit 50 jungen Erwachsenen, hauptsächlich Familien mit kleinen Kindern fangen sie vor ca. 30 Jahren ganz neu an. Sie stellen Willkommenskultur, Anbetung/Lobpreis und das Wort Gottes in den Mittelpunkt und werden Zeugen einer Wachsenden Kirchengemeinde, die selbst schon andere Gemeinden neu gründen konnte.




Beeindruckend ist hier auch das unglaubliche Soziale Engagement wodurch sie ihre Gesellschaft mitprägen wollen. Also Schlüsselmoment in all ihrem Tun betonen sie immer wieder das Gebet und das Hören auf den Hl. Geist. Immer wieder hören wir, dass Gott der eigentliche Akteur und Garant für ihren Erfolg ist.
Am Abend sind wir wieder zurück in der Hauptkirche in HTB um noch an einem Treffen teilzunehmen wo man lernt, wie man füreinander beten kann.
Fazit: Viele, für uns neue Formen und viele Inspirationen die erst einmal verarbeitet werden müssen :)