Dienstag, 4. Dezember 2018

Adventimpuls 1. Woche 2.12. – 8.12.

Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele.
Mein Gott, dir vertraue ich.
Lass mich nicht scheitern,
lass meine Feinde nicht triumphieren!
Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden.
(Ps 25,1-3)



Livia A., eine Verkäuferin der Straßenzeitung steht sehr früh auf. Noch ist es dunkel. Sie eilt zu ihrem Standplatz, in der Hoffnung, dass diesen nicht schon ein anderer besetzt hat. Der frühe Morgen ist kalt, nass und ungemütlich. Livia freut sich, sie strahlt und erzählt am Abend, dass Gott ihr immer wieder hilft. Heute hat er ganz besonders geholfen, denn sie hat 20,00 € heimgebracht. Ich bin unterwegs: oft hektisch und getrieben, oft ohne Plan und ziellos. Die Bemühungen ermüden, ich dreh mich im Kreis, oft bin ich ganz traurig. Wenn ich dann endlich dazukomme, innehalte und aufschaue, dann erinnert mich der Psalmist von damals und die Livia von heute: die Mission des Alltags kann gelingen, wenn ich ein bisschen aufschaue, wenn ich Gott und der Zukunft vertraue. Oder, wie sagt mir Shaban, ein anderer Zeitungsverkäufer immer wieder: „Positiv denken!“

Was bedrückt meine Seele?
Was könnte heute noch gelingen?
Bonum est confidere in Domino, bonum sperare in
Domino (35)

www.ssps.at


Text und Bild-Quellen: Taizé und Gotteslob-Lieder Herz-Jesu Kirche, Redemptoristen, Innsbruck 
Gestaltung des Impulses: Josef (Jussuf) Windischer, Innsbruck


Das ist der Impuls der ersten Adventwoche - veröffentlicht von den Steyler Schwestern, zu denen auch das Kloster St. Koloman in Stockerau gehört. Und so lautet die Einleitung:

Advent 2018
Liebe FreundInnen der Steyler Schwestern!

Welche Stimmung kommt in Ihnen auf, wenn Sie das Wort „Revolutionär“ hören? Spüren Sie ein gewisses Unwohlsein, wenn Sie sich an Persönlichkeiten in der Geschichte erinnern, die Revolutionen gestartet haben? Die alles anders, „alles neu“ machen wollten. Ein Revolutionär ist uns allen ganz gut bekannt, der als kleines Kind in der Krippe in unsere Welt kam. Es ist Jesus selber, dessen Ankunft wir jedes Jahr aufs Neue feiern. Er hat die Revolution der Liebe gestartet, für alle Menschen, aber v. a. für die Ausgestoßenen und an den Rand gedrängten Menschen seinerzeit. Bis heute findet Jesus darin immer noch NachahmerInnen, die Hoffnung machen, dass in uns Menschen das Humane, Friedensstiftende stärker ist, als Hass und populistische Vereinfachung gesellschaftlicher Verhältnisse. Wir freuen uns sehr und danken, dass ein „Revolutionär der heutigen Zeit“ in diesem Jahr seine Gedanken zur Vorbereitung auf das Weihnachtsfest mit uns teilt. Josef, hier in Innsbruck vielfach nur „Jussuf“ genannt, war mit seiner Frau mehrere Jahre in Brasilien tätig. Das Ehepaar prägte die Solidaritätsbewegung in Tirol. Jussuf war u. a. Leiter eines Jugendzentrums, der Gefängnisseelsorge sowie des Integrationshauses in Innsbruck. Parallel dazu engagierten sie sich auch immer für sozial Benachteiligte und „Randgruppen“ in Österreich. In den letzten Jahren ist für beide die Arbeit mit Roma immer mehr ins Zentrum gerückt. Stellvertretend dafür stehen die „Romabälle“ sowie vor allem das Projekt „Waldhüttl“, dass sie gemeinsam aufgebaut haben. Als Steyler Schwestern freuen wir uns, solche inspirierenden Menschen zu kennen, von ihnen zu lernen und gemeinsam mit ihnen auf dem Weg zu sein.
Der Emmanuel, „Gott mit uns“ möge uns und Sie alle begleiten!

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