Sonntag, 27. Mai 2018

Predigt am Dreifaltigkeitssonntag

Predigt Dreifaltigkeitssonntag (Pfarrer Markus Beranek)

Am Anfang steht die Erfahrung. Der Apostel Paulus hat sein Leben lang an Gott geglaubt. Aber der große Wendepunkt in seinem Leben war, als er vor den Toren der Stadt Damaskus eine ganz starke persönliche Jesusbegegnung hatte. Dieser Jesus hat ihn nicht mehr losgelassen und er hat ganz deutlich erlebt, dass ihm in Jesus der große Gott selber begegnet. Paulus konnte nicht anders, als diese Erfahrung mit seinen Schwestern und Brüdern im Glauben zu teilen. Das hat ihm heftige Auseinandersetzungen und viel Zustimmung gebracht. Bei all dem hat er einen inneren Frieden, ein Getragensein erfahren und gleichzeitig gemerkt, dass er die Botschaft Jesu immer weiter tragen muss, weil sein Herz davon so voll ist. Diese starke geistliche Erfahrung ist für ihn die Erfahrung des Heiligen Geistes. Im Brief an die Christengemeinde in Rom, aus dem wir auch heute wieder einen Abschnitt gehört haben, denkt Paulus ausgiebig über diesen heiligen Geist und seine Gegenwart im Leben der Christen nach. Die heutige Lesung ist eine der Kernaussagen.

Der Geist Gottes stellt uns auf die selbe Stufe wie Jesus. Wir sind Kinder Gottes; keine Sklaven, kein Hauspersonal, das man nur zu kündigen braucht. Wir gehören zur Familie Gottes. Paulus verwendet noch ein anderes Bild: weil wir zur Familie Gottes gehören sind wir gemeinsam mit Jesus erbberechtigt. Gott teilt sein Leben, seine Liebe, seine Zuwendung mit uns.

Das ist die Einladung jetzt uns in ein paar Momenten der Stille in Erinnerung zu rufen: ich bin, so wie ich bin, mit meinem ganzen Leben, mit meiner ganzen Geschichte, eingetaucht in die Liebe und das Leben Gottes, weil Gott mit mir sein Leben teilen will.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wir freuen uns über jeden Kommentar. Und da wir mit konkreten Menschen kommunizieren wollen, bitten wir Sie, nicht anonym zu kommentieren.