Sonntag, 21. Januar 2018

PGR Klausur zur Gemeindeerneuerung

Unser Pfarrgemeinderat traf sich gestern 20. Jänner zur alljährlichen Halbtagsklausur, die zur Hälfte des Arbeitsjahres im Kloster St. Koloman stattfindet. Dieses Mal ging es ausschließlich um das Thema Erneuerungsprozess unserer Pfarrgemeinde. Dazu war Andrea Geiger, Leiterin der diözesanen Stabstelle APG 2.1 und damit profunde Kennerin in Sachen Erneuerungsprozess in der Diözese, geladen.



Es war ein Vormittag gemeinsamen Betens und Austauschens, es gab viele neue Impulse und viel Nachdenken über unsere Pfarre. Andrea brachte die Fragen für die Diskussion in Kleingruppen ein.Wertvoll waren ihre Erklärungen und Hinführungen. So konnten wir den Brückenschlag zu dem was wir in Stockerau vorhaben mit dem, was sonst so in der Diözese läuft erfahren.




Andrea Geiger

Ein besonderer Punkt war der Blick auf die Londoner Gemeinde Holy Trinity Bromton, die am absterbenden Ast war und vor mehr als dreißig Jahren einen radikalen Erneuerungsprozess gestartet hat. Sie ist heute eine blühende, noch immer wachsende Gemeinde. Andrea Geiger hat schon mehrerer Jahre Kontakte dorthin und hat auch die Reisen dorthin von unserem Pfarrer, sowie vom Pfarrteam eingefädelt. Die von ihr gestern eingestreuten Erlebnisse und Berichte von London waren sehr lebendig und machten die Sache richtig plastisch.

Eine Frage an die Kleingruppen, ob wir in unserem Leben eher "Kopieren oder Adaptieren" anwenden (beispielhaft bei Kochrezepten), zeigte den möglichen Weg auf. Wir müssen offen für alles sein, aber alles bewerten und unsere Lebensumstände und Lebens-wirk-lichkeiten anpassen. Alles lief hin auf die letzte Gruppenfrage, wie wir unsere Pfarrgemeinde in einem Satz bzw. einer halben Minute zusammenfassen können.



Zu Ende lud Markus Beranek alle Pfarrgemeinderäte ein, an der Visions-Findung für den Pfarrverband teilzunehmen. Bei der Vision geht es um das Finden von gemeinsamen Zielen für den Pfarrverband. Jeder Pfarrgemeinderat wird ein Interview mit mindestens einer Person führen, die nicht zum sonntäglichem "Stammpublikum" (bitte den Ausdruck zu entschuldigen) gehört. Die Rückmeldungen sollen dann in einer Vision für den Pfarrverband eingearbeitet werden.


Weitere Fotografien von der Klausur finden Sie ->hier.

(fjb)

Kommentare:

  1. Schöne Aktion, die den aktuellen Trend aufgreift. Schön, dass man den Mut hat, sich des Themas anzunehmen. Aber 12 Pfarrgemeinderäte ergibt 12 Einzelmeinungen. Von Repräsentativität keine Spur. Irgendwie ein Zeichen von großer Ängstlichkeit, sich aus dem geschützten inneren Kreis herauszubewegen. Die Chance, dass man gerade mich fragt, ist eins zu tausend. Ich frage mich, warum man sich nicht getraut, eine offene Diskussion im Internet zu führen. Ich habe schon lange das Gefühl, dass der Kirche ihre Mitglieder nur so wichtig sind, wie sie Kirchenbeitrag zahlen, ansonsten braucht die Masse der Mitglieder in der Pfarre keiner. Habe noch nie wahrgenommen, dass die Pfarre für diese oder jene Aufgabe jemand sucht, der sie in der einen oder anderen Angelegenheit unterstützen kann. Kein Bedarf, kein Interesse! Und letztlich ist die Reaktion der gerade noch Mitglieder dann auch: Kein Bedarf, kein Interesse. Die zeigen mir die kalte Schulter – das kann ich auch! Soll ich ihnen denn nachlaufen und auch vielleicht auch noch darum bitten, mich einbringen, einen auch nicht monetären Beitrag leisten zu dürfen? Nein, ein wenig Selbstwertgefühl habe ich noch! - Und dann wird das nicht gebraucht werden zur Gewohnheit und weg sind sie die verlorenen Suchenden – für immer!

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  2. geri braunsteiner23. Januar 2018 um 09:56

    Zunächst: leider haben Sie durch ihre Anonymität, die Chance verstreichen lassen, dass wir gerade Sie ansprechen!
    Dass die PGR nur ein Interview führen sollen, liegt an dem Zeitaufwand, wir sind uns natürlich bewusst, dass das keine repräsentative Umfrage ist. Eine offene Diskussion im Internet führt erfahrungsgemäß zu keinem Erfolg, weil viele diese Plattform, im Schutzmantel der Anonymität, dazu benutzten zu schimpfen und bewusst oder unbewusst Unwahrheiten in den Raum zustellen und daher meist nur wenige konstruktive Vorschläge kommen.
    Wenn man sich einbringen will, dann ist das auch durch dieses Medium möglich, so wie Sie es ja auch getan haben. Eine andere Möglichkeit sich einzubringen war der Gemeindeabend am 11. Jänner, zu dem auch jeder und jede eingeladen war. Nach den Sonntagsgottesdiensten steht unser Herr Pfarrer immer vor der Kirche, auch dort können Sie zu ihm hingehen und sich einbringen.
    Dass Sie noch nie gehört haben, dass die Pfarre Mitarbeiter sucht, das tut mir leid, denn alleine am letzten Sonntag gab es den letzten Aufruf wegen Mitarbeitersuche und ich könnte Ihnen anhand der Verlautbarungen aufzählen, wie oft im letzten Jahr es Aufrufe zur Mitarbeit gegeben hat.
    Ich würde mich freuen, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, um auch Ihren Blick in unsere Pfarre einfließen zu lassen.
    Mit freundlichen Grüßen
    geri braunsteiner

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