Sonntag, 2. September 2018

Stadtfest-Gottesdienst

Seit vielen Jahren ist es eine schöne Tradition, am Stockerauer Stadtfest - dem Erdäpfelfest - einen ökumenischen Gottesdienst zu feierm. Seit vielen Jahren war der Gottesdienst immer im Freien am Rennerplatz, heute aber wegen des Stadtfest-inkompatiblen Wetters musste er in die katholischen Pfarrkirche verlegt werden.
Es war doch ein besonderer Gottesdienst, denn nach 8 Jahren nahmen die Pfarrer der beiden Konfessionen voneinander Abschied - mit doch spürbarer Wehmut.

Die Dialog-Predigt beschäftige sich mit dem Abschied, aber auch mit dem heutigen Evangelium von den 10 Aussätzigen, die Jesus heilt. Aber nur einer - der Fremde - bedankt sich dafür bei Jesus.
Beide Pfarrer - einer davon war ja offiziell heute nur mehr "Aushilfspriester" 😄 - gedachten anlässlich dieses Textes, was alles - auch gemeinsam mit der muslimischen Gemeinde - in Stockerau von den kirchlichen Organisationen für unsere Flüchtlinge gemacht wurde. Und die Kritik an der heutigen "Kälte" im Umgang mit den Menschen, die bei uns vor Krieg und Not Zuflucht gesucht haben, war auch zu hören. Nach der Predigt betete die ganze Gemeinde ein "modernes" Glaubensbekenntnis. Den schönen Text finden Sie weiter unten zum Nachlesen.

Vor dem Gottesdienst wird man ja seit einiger Zeit von lieben und fröhlichen Menschen begrüßt und mit dem neuesten Verlautbarungszettel ausgestattet - siehe Bild rechts.

Der Familienmessenchor - alle Damen in Dirndln - sang schöne Lieder und es war fast schon ein erster Abschiedsgottesdienst von Markus Beranek - der richtige ist erst am 30. September bei der Halbzehnuhrmesse.

BEKENNTNIS zu Frieden und Gerechtigkeit 

Ich glaube an Gott, der die Liebe ist, und der die Welt allen Menschen geschenkt hat.
Ich glaube nicht an das Recht des Stärkeren, an die Stärke der Waffen, die Macht der Unterdrückung.

Ich glaube an Jesus Christus, der gekommen ist, uns zu heilen, und der uns aus allen tödlichen Abhängigkeiten befreit.
Ich glaube nicht, dass Kriege unvermeidlich sind, dass Friede unerreichbar ist.

Ich glaube an die Gemeinschaft der Heiligen, die berufen ist, im Dienste der Menschheit zu stehen.
Ich glaube nicht, dass Leiden umsonst sein muss, dass der Tod das Ende ist, dass Gott die Zerstörung der Erde gewollt hat.

Ich glaube, dass Gott für die Welt eine Ordnung will, die auf Gerechtigkeit und Liebe gründet, und dass alle Männer und Frauen gleichberechtigte Menschen sind.
Ich glaube an Gottes Verheißung eines neuen Himmels und einer neuen Erde, wo Gerechtigkeit und Friede sich küssen.
Ich glaube an die Schönheit des Einfachen, an die Liebe mit offenen Händen, an den Frieden auf Erden.
Amen.

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