Montag, 4. Juni 2018

Wind of Change

Ein schon altes Lied der deutsche Band  Scorpions aus dem Jahr 1990 heißt Wind of Change. Aber dieser Wind blies heute auch in der Stadtpfarrkirche in den Predigten von Pfarrer Markus Beranek. Schon die Vorbemerkung zu Beginn des Gottesdienstes "Heute ist einmal ein ganz gewöhnlicher Sonntag ohne besondere Aktionen" hätte einen stutzig machen müssen. Und in der Predigt blies dann der Wind of Change kräftig. Aber lesen Sie selbst den Originalton:

Predigt 9. Sonntag im Jahreskreis


Mit Beginn des neuen Arbeitsjahres werde ich die Leitung des Pastoralamtes unserer Diözese übernehmen. Ich bin in den vergangenen Monaten mehrmals gefragt worden, ob ich mich für diese Aufgabe bewerben werde. Ich habe immer abgelehnt, weil ich gerne Pfarrer bin und diesen Weg im Pfarrverband, den wir begonnen haben, auch weitergehen wollte. Schließlich hatte ich den Eindruck, dass hinter dieser Anfrage aber für mich doch auch der Anruf Gottes stehen könnte. So habe ich schließlich zugesagt.  Mich erinnert die Situation an die Geschichte von Petrus, der auf dem Wasser geht. Ich spüre in mir eine Trauer, von unseren Pfarren Abschied zu nehmen. Da sind viele Beziehungen gewachsen, haben viele Begegnungen stattgefunden. Ich spüre Unsicherheit im Blick auf die vielen Erwartungen in unserem diözesanen Erneuerungsprozess.  Wenn ich auf den Herbst schau, bereitet mir das  aber auch viel Freude, weil ich in der neuen Aufgabe die Möglichkeit habe, die Pfarren unserer Diözese in ihrem Entwicklungs- und Veränderungsprozess zu unterstützen.

 Inmitten dieser Veränderungen nun ein Blick auf die biblischen Texte dieses Sonntags:

In der Lesung aus dem zweiten Korintherbrief beschreibt Paulus die Spannung, in der er sich befindet. In seiner starken Glaubenserfahrung vor den Toren von Damaskus hat er entdeckt, dass ihm in Jesus der Glanz und die Gegenwart des lebendigen Gottes begegnet. Dieses Licht hat er ein Leben lang in seinem Herzen getragen. Aber er hat gemerkt, dass diese Erfahrung kein Besitz ist, über den er beliebig verfügen kann. „Diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen“. Er vergleicht sein Herz mit einem Tongefäß, das leicht zu Bruch gehen kann. Und dann spricht er von allen mühsamen Dingen seines Lebens. Er verwendet hier wohl das Stilmittel der Übertreibung, aber er will deutlich machen, dass er in allen Herausforderungen seines Lebens erlebt, wie die Verbundenheit mit Jesus ihn gerade dort auch trägt und ermutigt.

Und das ist wohl auch seine Ermutigung für uns: in allen Veränderungen und Umbrüchen unseres Lebens dürfen wir mit der Zusage leben, das dieser göttliche Glanz Jesu Christi auch in allen Brüchen, Umbrüchen und Herausforderungen aufleuchten kann.

Jetzt ist die Sache heraußen. Erst seit letzten Mittwoch ist es fix.
Es war ja schon länger kommuniziert, dass die jetzige Leiterin des Pastoralamtes Veronika Prüller-Jagenteufel auf eigenen Wunsch in ihre Heimat-Diözese St. Pölten wechselt.
Eine schöne Zeit seit September 2010 mit unserem Pfarrer Markus geht mit Ende August zu Ende. Wenn man fast nicht nachdenkt, dann fallen einem schon 2 große Werke in dieser Zeit ein: Das 1,6 Millionenprojekt der Renovierung des Pfarrzentrums und die Gründung unseres Pfarrverbandes. Wie geht es weiter: Jetzt erst wird die Pfarrerstelle in Stockerau und den vier weiteren Gemeinden des Pfarrverbandes neu ausgeschrieben. Aufregend, wer kommen wird - aber eines ist wohl gewiss, wir werden uns auch über unseren nächsten Pfarrer freuen können.

Wer mehr über den neuen Wirkungskreis unseres Pfarrers, das Pastoralamt, wissen möchte, kann hier weiterlesen. Sitz des Amtes ist der Stephansplatz in Wien,  nur 28,7 km und 5 Stunden 51 Minuten zu Fuß vom Pfarrhof in Stockerau entfernt....

Und hier gibt es die offizielle Verlautbarung der Erzdiözese.

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