Dienstag, 20. März 2018

Die Karwoche in Stockerau

Palmweihe am Rennerplatz
In den orthodoxen Kirchen ist ja das Osterfest der Höhepunkt des Kirchenjahres, aber auch der Höhepunkt der familiären Feierlichkeiten und Glückwunschorgien des Jahres. Bei uns hat sich das Feiern und Glückwünschen mehr auf die Weihnachtszeit verlagert. Dennoch gehört für viele Stockerauerinnen und Stockerauer die Osterzeit zu den Gelegenheiten, wo man die Kirche aufsucht und sich mit der Freude der Auferstehung anstecken lässt.

Darum hier ein paar Hinweise auf die Vorbereitung auf dieses Osterfest in der Karwoche. Zum Osterfest und zu den Beichtzeiten gibt es je einen eigenen Artikel.

Die Feierlichkeiten beginnen mit dem Stadtkreuzweg am Freitag, den 23. März, wo wir vom Friedhof (Treffpunkt 19 Uhr) bis zur letzten Station in der katholischen Pfarrkirche gehen.

Am Palmsonntag (25. März, Achtung Sommerzeit - die Uhren werden vorgestellt - die Nacht ist kurz) feiern wir den Einzug Jesu in Jerusalem mit der Palmweihe um 9 Uhr am Rennerplatz, der immer besonders gestalteten Lukas-Passion (Leidensgeschichte Jesu) und der Hl. Messe. Auch im Kloster St. Koloman beginnt die Palmweihe um 9 Uhr.

Am Gründonnerstag, wo wir das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern feiern, beginnt der Abend mit einem Kindergottesdienst um 17 Uhr, Frühschlafengeher können um 17:30 die Abendmahlfeier im Kloster mitfeiern. In der Pfarrkirche beginnt die Zeremonie inklusive Fußwaschung um 19 Uhr und endet mit der Ölbergandacht. Davor werden alle Kerzen und aller Schmuck im Altarraum entfernt und der Tabernakel steht offen, weil Jesus am Ölberg seine letzten Stunden verbringt. Die Glocken sind beim Gloria der Abendmahlfeier schon Richtung Rom geflogen.

Der Karfreitag ist der einzige Tag im Kirchenjahr, an dem keine Hl. Messe gefeiert wird. Dafür sollten Sie ordentlich fasten. Um 15 Uhr gibt es gleich drei Gottesdienste: Die Kinderkreuzweg im P2, einen Kreuzweg in der Pfarrkirche und die Karfreitagsliturgie im Kloster. Um 15:30 wird in der Arche eine Karfreitagsandacht gefeiert. In der Pfarrkirche beginnt die Liturgie um 19 Uhr mit dem stillen Einzug der Priester, Diakone und Ministranten, die sich dann zum stillen Gebet vor dem leeren Altar auf den Boden werfen. Die feierlichen Fürbitten, die Leidensgeschichte nach Johannes und die Kreuzverehrung, bei der wir alle Blumen mitbringen, die wir vor dem Kreuz niederlegen, beenden die eindrucksvolle und so ganz andere Zeremonie des Karfreitags.

Am Karsamstag können Sie in der Pfarrkirche das Hl. Grab besuchen, wo unsere Minis wachen und beten. Um 15 Uhr gibt es zum Beispiel in Ernstbrunn in der Pfarrkirche ein schönes, traditionelles Konzert, wo das Streichquartett von Hayden "Die sieben letzten Worte des Erlösers" im Gedenken an den verstorbenen Wiener Philhamoniker Wilhelm Hübner aufgeführt wird. Eine stille Zeit am Nachmittag dieses stillen Tages.

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