Freitag, 16. Februar 2018

St. Koloman's Fastenimpulse

Das Kloster St. Koloman hat wieder Fastenimpulse erstellt, die wir Ihnen in jeder Fastenwoche bringen. Hier ist die Einleitung und der erste Impuls:

Liebe Freundinnen und Freunde der Steyler Missionsschwestern!

Viele Menschen (wir selbst?) verdrängen es zumeist. Aber innen drinnen ahnen wir: „Unser“ gängiger Lebensstil lässt sich weder global ausweiten noch dauerhaft durchhalten ohne dass das soziale und ökologische Gesamtgefüge massiv gefährdet wird.
Werden künftige Generationen rätseln, wie wir Anfang des 21. Jahrhunderts noch daran glauben hatten können, dass unser verbrauchs-intensives System zukunftsfähig sein würde? Trotz klarer Anzeichen, krisenhafter Verwerfungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Haben wir uns aus Angst vor persönlichen Veränderungen zu lange nicht der Realität gestellt? Sind wir Mitläuferinnen und -läufer eines komplexen Systems des Eigennutzes geworden, in dem Geld zum Selbstzweck und ein wachstumsideologischer Konsumismus zum Maß aller Dinge wurde?
Mag. Wolfgang Bartsch, den wir von der gemeinsamen Jugendarbeit kennen, gibt uns Anregungen für diese vorösterliche Zeit des Umdenkens (metanoia) anhand je einer Bibelstelle bzw. der vier Kardinaltugenden:
Wie kann uns der Wandel zu einem zukunftsfähigen Lebensstil gelingen,
um gegenüber der/dem Nächsten bzw. unserer Mutter Erde verantwortlich(er) zu agieren?


Erste Fastenwoche (18. - 24. Februar)

„Was hülffs den Menschen, wenn er die gantze Welt gewünne und neme an seiner Seelen schaden?“ Mk 8,36

Dieser Bibelvers (in der Luther‘schen Übersetzung) scheint das Risiko des modernen Menschen im heutigen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem treffend zu umreißen.

Aber: Stellen wir uns vor, es geschähe über Nacht ein Wunder, und der Systemwandel zu einem nachhaltigen, gemeinwohlorientierten Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell wäre plötzlich eingetreten – woran würden wir dies in unserem eigenen Alltag bemerken?

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