Sonntag, 5. März 2017

Begreift Ihr, was ich an euch getan habe? - Erster Fastenimpuls

Bild: Sieger Köder
Begreift Ihr, was ich an euch getan habe?“ (Joh 13,12). Jedes Jahr formulieren unsere Schwestern vom Orden des Klosters St. Koloman (Steyler Schwestern) Fastenimpulse für die 5 Fastenwochen. Dieses Jahr hat Sr. Dorothee Laufenberg SSpS, Laupheim (Deutschland) diese kurzen Impulse mit obigem Motto formuliert. Wir veröffentlichen alle fünf jeweils am Beginn der Fastenwoche. Wenn Sie mehr Zeit haben, dann empfehlen wir Ihnen die Exerzitien im Alltag, über die wir schon berichtet haben, und die morgen Montag (6.3.) beginnen.
Mehr über den Orden finden Sie hier: www.ssps.at

Hier finden Sie die Einleitung dieser Fastenimpulse und den ersten der kurzen Gedanken.

Liebe Freundinnen und Freunde der Steyler!
Nach der Faschingszeit lädt uns das Kirchenjahr wieder ein in eine andere, ruhigere Zeit hinüberzugehen – in die Zeit der Fastenzeit.
In den letzten Wochen hat uns an den Sonntagen das Matthäusevangelium mit der Bergpredigt begleitet. Sie hat uns eingeladen im positiven Sinne „Närrinnen und Narren Gottes“ zu sein. Weshalb?
Mit diesem Attribut könnten all jene Christinnen und Christen bezeichnet werden, die den Weg der Gewaltlosigkeit gehen, die „wenn einer sie auf die rechte Wange schlägt, auch die linke hinhalten“ und die, „wenn ihnen jemand das Hemd wegnimmt, auch noch den Mantel geben“. (nach Mt 5, 39-40) Dieser „3. Weg Jesu“ wird in den Augen der Welt nicht hoch geachtet und wer ihn geht, muss sich manche Anfeindungen gefallen lassen.
Und doch sind wir dem Titel dieser Fastenimpulse folgend eingeladen, „zu begreifen, was er an uns getan hat“ und gewaltlos und nächstenliebend an unseren Schwestern und Brüdern handeln.
Mögen Euch diese Fastenimpulse eine Anleitung dazu geben, wie der Weg der Gewaltlosigkeit in kleinen Diensten des Alltags konkret verwirklicht werden kann!



1. Fastenwoche 5. - 11. März

„Jesus stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch.“ (Joh 13,4)
Jesus handelt in der Gestalt eines nichtjüdischen Sklaven, war doch der Dienst der Fußwaschung als so erniedrigend angesehen, dass kein jüdischer Sklave seinem Volksgenossen die Füße waschen konnte. Wer einem Sitzenden die Füße wäscht, muss herabsehen und kann keinen Augenkontakt halten. So verliert der Waschende tatsächlich sein Gesicht in den Augen des anderen.

Jesus geht seinen Weg und lässt sich von der Sicht der Anderen nicht abhalten...


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