Sonntag, 11. Dezember 2016

Das ist Weltkirche

Haben wir erst dieser Tage aus Indien berichtet, so ist bereits wieder Post aus Mozambique in Ostafrika (siehe Karte rechts) eingelangt. Sie und ihre Kollegen und Kolleginnen in den vom Krieg geplagten Ländern sorgen dafür, dass möglichst viele in ihrer Heimat eine Chance für ihr Leben sehen und nicht ins gelobte Land Europa flüchten. Darum ist es auch in unserem Interesse, diese Strukturen und diese Arbeit zu unterstützen. Schwester Christa Petra (Kloster St. Koloman) schreibt uns dazu:

Liebe Freunde in der Pfarre, ich erhielt nach längerer Zeit wieder einen Gruß aus Mozambique. Mit Sr. Rozalia war ich 2011 zu Besuch in der Arbeitsgruppe Weltkirche. Wir haben damals auch für die Kleinkinder in Liupo eine Spende gegeben.
Viele Grüße, Sr. Christa Petra

Schwester Rozalia schreibt aus ihrem Einsatzort in Ost-Afrika:

Liebe Freunde!

Grüße aus Mosambik. Seit Mitte Dezember 2015 bin ich in meiner neuen Aufgabe tätig in Nhacafula, Tambara. Sie ist um einiges schwieriger als bisher in Liupo. Es ist ein Ort der ersten Evangelisierung. Wir haben keine Priester. Einmal im Monat kommt ein Priester ,jetzt Bischof, aber wegen der sehr schlechten politischen und militärischen Lage kam seit August niemand. Viele Menschen sterben, einige fliehen aus den Dörfern oder sogar ins Ausland. Das Militär tötet in der Nacht Menschen, die dagegen stellen, dann brennen die Dörfer. Wir haben Flüchtlinge um uns herum, die mit nur der Kleidung auf dem Körper geflohen sind. Wir haben etwas Geld bekommen, mit dem wir Lebensmittel verteilen. 

Ich bin für die Katechese in diesem Gebiet verantwortlich. Gemeinsam mit zwei Katecheten von Freitag bis Sonntag in den Gemeinden unterwegs, um den Menschen Bildung zu vermitteln: In Lebensthemen und religiösen Fragen. „Unsere Sprache" wird durch das Mischen von vier Nachbarsprachen gebildet. Sie entstand bzw. entsteht seit der Migration während der Kriege und Verfolgungen. Das Klima ist schwer zu ertragen, die Temperatur erreicht zwischen 37-46ºC! Das bedeutet, der Schweiß fließt nur so herab.
Derzeit bemühen wir uns auch um finanzielle Mittel, um eine Kirche für die Menschen zu bauen. Die Menschen brauchen einen Mittelpunkt, ein Ort, wo sie zur Ruhe kommen, sich versammeln können. 
Ich selbst bin Gott sei Dank bei guter Gesundheit. 
Unser Internet ist sehr schwach ....

Möge Gott Sie führen und euch segnen! 
Einen Gruß bei 46° C!
Sr. Rozalia

Bilder: Sr. Rozalia.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wir freuen uns über jeden Kommentar. Und da wir mit konkreten Menschen kommunizieren wollen, bitten wir Sie, nicht anonym zu kommentieren.