Donnerstag, 6. Oktober 2016

Sammeln für den Steffl

Die Pressestelle der Erzdiözese Wien (mit der klingenden Abkürzung PEW) hat uns folgende Info geschickt, die Ihnen helfen kann, sich auszukennen, wenn Sie am 7., 8. oder 9. Oktober in Wien sind. Hier ist der Text:

Am 7., 8. und 10. Oktober werden tausende SchülerInnen Passanten in den Straßen Wiens um Spenden für die Restaurierungsarbeiten am Stephansdom bitten. Beim "Tag der offenen Tür" in der Wiener Dombauhütte am Samstag, 8.Oktober von 10-15 Uhr kann man die Restaurierungstechniken kennenlernen.


PEW (Wien, 6.10.2016): Ausgerüstet mit Sammelausweisen der MA28, versiegelten Spendenbüchsen und "Dankeschön"-Aufklebern sind die Jugendlichen am Freitag, den 7. Oktober, Samstag, den 8. Oktober, und am Montag, den 10. Oktober, für den "Steffl" unterwegs. Die alljährlich stattfindende Straßensammlung ist seit vielen Jahren fixer Bestandteil der Aktivitäten zur Erhaltung des Wiener Stephansdoms.

Dombaumeister Wolfgang Zehetner bittet die Passanten, den Jugendlichen wohlwollend zu begegnen, „auch wenn man in der Stadt mittlerweile auf Schritt und Tritt wegen Geldspenden angesprochen wird“. Eine Spende für den Dom sei ein schönes und notwendiges Zeichen der Mitverantwortung für das Wahrzeichen Wiens.

Bei der Straßensammlung durch die SchülerInnen werden jedes Jahr Einnahmen von rund Euro 30.000.- erzielt, die zur Deckung der jährlichen Domerhaltungskosten von rund 2 Millionen Euro beitragen. Abgesehen von geringen öffentlichen Förderungen und den Tourismuseinnahmen sind es vor allem tausende Spender, die mit vielen kleinen und größeren Beträgen den hohen Aufwand für die Restaurierung „ihres Stephansdoms“ tragen.

Tag der offenen Dombauhütte

Wer sich ein Bild von den Restaurierungsarbeiten und den Techniken der Denkmalpflege machen möchte, ist am Samstag, 8. Oktober, in der Zeit von 10 bis 15 Uhr zu einem Blick hinter die Kulissen der Dombauhütte St. Stephan eingeladen (Eingang bei den Fiakern).
Der Dombaumeister und sein Team an Steinmetzen und Bildhauern stellen neben Projektfortschritt und Werkstücken auch die vielfältige Technik vor: „Einerseits arbeiten wir mit der originalen, mittelalterlichen Handwerkstechnik von vor 700 Jahren, anderseits setzen wir Nanotechnologie und Lasertechnik bei der Absinterung der Steinoberfläche ein“, erklärt Zehetner. Mit Hammer und Meißel kann sich der Besucher selbst ein Bild von der mühsamen Arbeit am Stein machen.

Traditionelle und moderne Technik

Die tausenden Quadratmeter Steinfassade des Stephansdoms samt Ornamenten, Figuren und Skulpturen werden seit vielen Generationen laufend restauriert. Dabei gehe es nicht um eine simple Reinigung, sondern um ein Abnehmen einer für den Stein höchst schädlichen Kruste, die sich bildet, wenn der Kalk durch saure Atmosphäre und Luftverschmutzung an der Oberfläche in Gips umgewandelt wird. Der Dombaumeister registriert dabei eine deutliche Verbesserung der Luftqualität seit den 1970er Jahren: „Die flächendeckenden Umweltschutzmaßnahmen greifen offensichtlich, das hilft uns sehr bei einer nachhaltigen Restaurierung“. Nächstes Projekt der Steinmetze ist die Restaurierung Steinfassade der Südseite samt Giebel und Langhaus.

Bildnachweis: Dombauhütte/Franz Zehetner

Rückfragen:

Dombausekretariat St.Stephan
Stephansplatz 3
A-1010 Wien
+43 1 51552 3714
office@dombauwien.at

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