Samstag, 29. Oktober 2016

Drei interessante Veranstaltungen

Elisabeth Weber, Leiterin der Katholischen Frauenbewegung in Stockerau,  hat uns auf 3 Veranstaltungen bzw. sogar Workshops zu aktuellen Themen unserer Gesellschaft hingewiesen.

  • Dagegenhalten! Argumente liefern, Angst nicht schüren!
  • Geflüchtet. Biografische und familiengeschichtliche Erfahrungen in Österreich mit Flucht und Vertreibung.
  • Verschleiert? Unser Bild von Frauen im Islam
Alle drei Veranstaltungen versuchen, aktuelle Ängste vor fremden Kulturen, anderen Menschen, anderen Bräuchen und anderen Religionen durch Information zu nehmen. Leider sind alle Veranstaltungen nicht in Stockerau, sondern in Wien, St. Pölten oder z.B. in Gänserndorf. Aber wahrscheinlich lohnen sich die zusätzlichen Kilometer. Dafür ist die Teilnahme überall kostenlos.

Hier die Details:


Dagegenhalten! Argumente liefern, Angst nicht schüren!
Immer öfter sind wir im Bekanntenkreis, am Arbeitsplatz oder am Stammtisch mit Aussagen konfrontiert, die gegen Menschenrechte, gegen Menschen anderer Herkunft oder – mehr oder weniger offen – gegen Grundlagen der Demokratie gerichtet sind. Um da nicht zu verstummen und zu erstarren, ist es wichtig zu verstehen, was sich in diesen Gesprächssituationen tatsächlich abspielt und welche Handlungsmöglichkeiten uns offenstehen. In diesem Workshop wollen wir uns über solche Situationen austauschen, um in Zukunft auch anders reagieren zu können. Bei derartigen Auseinandersetzungen ist der "Bauch" sehr viel mit im Spiel. Deshalb hilft es, hier nicht nur beim "darüber Reden" zu bleiben, sondern Situationen aus unterschiedlichen Perspektiven selbst zu erfahren und anschließend darüber zu beraten. Eine Veranstaltung der Niederösterreichischen Arbeiterkammer.

Zielgruppe: politisch interessierte Personen, BetriebsrätInnen, Bildungsverantwortliche u.a.
Beitrag: Die Teilnahme ist kostenlos

Dieser Workshop findet dreimal statt:
Gänserndorf: 8. November 2016, 17:00 - 21:00
Wr. Neustadt: 21. November 2016, 17:00 - 21:00
St. Pölten: 25. November 2016, 15:00-19:00
Näheres und Anmeldung hier


Geflüchtet. Biografische und familiengeschichtliche Erfahrungen in Österreich mit Flucht und Vertreibung.
Flucht und Vertreibung gehen uns alle an. Viele heutige ÖsterreicherInnen kennen in ihrer persönlichen Biografie oder in ihrer Familie Geschichten von Flucht, Vertreibung – und Ankommen, manche auch von Fluchthilfe. In diesem Workshop wollen wir diesen Geschichten zu Flucht und Vertreibung mittels eines lebens- und familiengeschichtlichen Gesprächskreises und mit soziodramatischen Ansätzen einen Erzähl- und Reflexionsraum geben. Der Workshop richtet sich dabei an Menschen, die über ihre eigenen Erfahrung oder die ihrer Familien ins Gespräch kommen wollen und gleichzeitig an solche, die aus der heutigen Perspektive der Aufnahmegesellschaft zuhören und nachfragen wollen. So soll die Reflexion der Vergangenheit beim Verständnis und bei der Gestaltung der Gegenwart hilfreich werden. Leitung gemeinsam mit Dr. Gert Dressel (IFF, Univ. Klagenfurt). Eine Veranstaltung des Österreichischen Instituts für Erwachsenenbildung, unterstützt durch die Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung.

Zielgruppe: Menschen mit biografischen oder familiengeschichtlichen Erfahrungen zu Flucht und Ankommen; in der Unterstützung von Menschen mit Fluchterfahrung Engagierte, ErwachsenenbildnerInnen, Interessierte
Wann: 11. November 2016, 9:30 - 17:00
Wo: Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten
Beitrag: Die Teilnahme ist kostenlos
Näheres: Anmeldung und Nachfragen hier

Verschleiert? Unser Bild von Frauen im Islam
Die Unterdrückung von Frauen im Islam erscheint im Westen als recht unumstrittene Wirklichkeit – Kopftuch und Schleier gelten als sichtbares Symbol dafür. Im Kontrast dazu wird die Gleichberechtigung der Geschlechter in westlichen Gesellschaften als recht fortgeschritten wahrgenommen. Doch ist es so einfach? In diesem Workshop wollen wir uns mit dem Bild auseinandersetzen, das wir uns von Frauen und von Geschlechterverhältnissen im Islam und in islamischen Gesellschaften machen. Die Sichtweise von islamischen Feministinnen auf den Islam und ihre Herkunftsgesellschaften – aber auch auf Geschlechterverhältnisse und Feminismus im Westen – kommt dabei zur Sprache. Die Auseinandersetzung damit kann uns dabei helfen, einen differenzierten Blick auf den Islam ebenso zu stärken wie den Status der Gleichberechtigung in westlichen Gesellschaften näher unter die Lupe zu nehmen. Methodisch arbeiten wir mit den Erfahrungen und inneren Bildern der Teilnehmerinnen ebenso wie mit Abbildungen und Zitaten. Psychodramatische Zugänge helfen dabei, eigene Standpunkte und Erfahrungen in Szenen und Aufstellungen zu erkunden. Sozialwissenschaftliche Inputs ergänzen die Analysen.

Leitung: Katharina Novy, Ines Hofbauer, Trainerin für kulturelle Vielfalt und globales Lernen
Zielgruppe: interessierte Frauen
Wann: 26.November 2016, 9:00 - 17:00
Wo: Grünes Haus, Lindengasse 40, 1070 Wien
Beitrag: Die Teilnahme ist kostenlos.
Näheres und Anmeldung im Anhang und hier: 

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