Donnerstag, 28. Juli 2016

Ein Bericht vom Weltjugendtag

Unsere Gruppe unterhalb
des Wawels mit dem Drachen,
dem Symboltier von Krakau 
Unser Pfarrer Markus Beranek und der polengeübte Kaplan Tomasz begleiten eine Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener nach Krakau zum Weltjugendtag. Markus Beranek hat uns schon von den ersten Eindrücken ein paar Zeilen geschrieben und auch 2 Fotos mitgeschickt.

Als wir gleich nach unserer Ankunft durch die Krakauer Innenstadt marschieren, ist die Atmosphäre wie bei einem großen Volksfest. Gruppen aus der ganzen Welt ziehen mit ihren Fahnen durch die Stadt und begrüßen einander. Feieratmosphäre, Klatschen Singen, einige Trommeln, aber trotz aller Menschenmassen ist es eine
Beim Österreichertreffen am
Dienstag in der Dominikanerkirche
entspannte Stimmung, wenn auch die starke Präsenz von Polizei und Militär nicht zu übersehen ist. Die Angst vor möglichen Anschlägen hat vermutlich auch einige abgehalten, zu kommen. So schwanken die Zahlen der Mitfeiernden bei der Eröffnungsmesse Dienstagabend zwischen 200.000 und 500.000. 
Nun eigentlich bin ich ja nicht so ein Freund von Massenveranstaltungen und mittlerweile auch nicht mehr ganz die Zielgruppe eines Weltjugendtages. Es lohnt sich aber, mit einer kleinen Gruppe von 10 Jugendlichen/ jungen Erwachsenen hier zu sein. 
Weltjugendtag – das lässt mich die ganze Bandbreite von Kirche erleben. Gruppen aus Pfarren und Diözesen, Bewegungen und Gebetskreise, teilweise völlig unterschiedliche Spiritualitäten, die aufeinander treffen und doch miteinander feiern.
Im Jahr der Barmherzigkeit ist Barmherzigkeit auch das Thema dieses Treffens: Die Erinnerung und vielleicht auch der Rahmen, um einen Gott zu erfahren, der uns mag, der ermutigt und aufrichtet. Und der uns durch Menschen erfahrbar wird, die uns in so einer Haltung begegnen. 

Anmerkung: Wawel heisst der Schloßberg von Krakau. Dort sind auch in der Domkirche viele polnische Könige begraben.

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