Dienstag, 7. Juni 2016

Grenzerfahrungen - 2. Teil

Heute fand in der Pfarrkirche der Lichtbildervortrag "Grenzerfahrungen" statt, den wir hier angekündigt hatten.

Hier ist einmal der Hinweis auf Fotos von Marion Satra von diesem Abend.

Und hier ist der Bericht von Ingrid Otepka, die mit ihrem Mann Bernhard diesen Abend gestaltet hatte.

RÜCKBLICK DER VERANSTALTUNG
„Grenzerfahrungen in Idomeni“ in Stockerau
Wien, am 12. Juni 2016

Am Dienstag, dem 7. Juni 2016 fand im Rahmen der Plattform „Netzwerk Integration“ ein Vortrag in Bildern und Worten über das Flüchtlingslager im griechisch-mazedonischen Grenzort Idomeni statt. Bei der genannten Plattform sind die Stadtgemeinde Stockerau, der Islamische Kulturverein Stockerau, die evangelische und die katholische Kirche Stockerau vertreten. Dies war die erste
Veranstaltung der Vortragsreihe „Miteinander für Stockerau“. Ich persönlich schätze das Bemühen einer religionsübergreifenden Zusammenarbeit gemeinsam mit der Stadtgemeinde Stockerau sehr. Darin sehe ich eine gute Möglichkeit, wie eine für mich zunehmend wahrnehmbare polarisierende Gesellschaft wieder ein kleines Stück zusammengebracht werden kann. Die Stadt Stockerau hat für mich hier in vielerlei Hinsicht Vorbildwirkung, da sie zeigt, was alles möglich sein kann, wenn eine Gesprächsbereitschaft auf allen Seiten vorhanden ist.
Umso mehr hat es mich gefreut, gemeinsam mit meinem Mann einen Vortrag im Rahmen dieser Plattform halten zu können. Die Bewerbung dieser Veranstaltung zeigte sich für mich einfacher als erwartet: Alle Stockerauer Schulen - das Gymnasium, die beiden Mittelschulen und die polytechnische Schule - zeigten reges Interesse, ebenso wie Stockerauer Geschäftslokale am Rathausplatz sowie am Kirchenplatz und Umgebung. Dies ist für mich ein Hinweis darauf, dass es in Stockerau offensichtlich eine große Zahl an Menschen gibt, denen es nach wie vor gelingt, Anteil an den aktuellen Themen zu nehmen, was mich wirklich sehr freut.
Die Veranstaltung selbst war für mich ein schöner und berührender Abend. Es fanden sich rund 30 Menschen in der Kirche ein, und ich hatte den Eindruck, dass das Interesse am Thema groß war. Die häufigste Rückmeldung, die ich hörte, war in etwa: „Ich finde es beruhigend, auf diese Art und Weise über Idomeni informiert zu werden - weg von Katastrophenmeldungen und Sensationen.“ Diese Worte geben ie Erfahrungen und Eindrücke meiner zwei Aufenthalte in Idomeni genau wieder, sodass ich glaube, dass mein Mann und ich gut verstanden wurden.
Im Anschluss an den Vortrag ergaben sich im Eingangsbereich der Kirche bei einem kleinen Imbiss interessante Gespräche sowie zwei Anfragen bezüglich einer möglichen Wiederholung dieser Veranstaltung. Dieser Bitte kommen mein Mann und ich gerne nach, und so wird es am Montag,
dem 20. Juni um 19.30 Uhr im Veggie Bräu diesen (Bilder)Vortrag nochmals zu hören und sehen geben.
Vielen Dank für das entgegengebrachte Interesse!
Ingrid Otepka

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wir freuen uns über jeden Kommentar. Und da wir mit konkreten Menschen kommunizieren wollen, bitten wir Sie, nicht anonym zu kommentieren.