Donnerstag, 28. April 2016

Pfarrmedien in Diskussion?

Am Donnerstag, dem 21. April fand im Bildungshaus Großrußbach wieder der Pfarrmedienabend des Vikariates Nord (entspricht etwa dem Weinviertel) statt. Über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 25 Pfarren hatten sich eingefunden, um ihre Erfahrungen mit den lokalen Pfarrmedien, wie Pfarrzeitung oder PfarrWeb auszutauschen. Auch der Bischofsvikar (der Leiter des Vikariates Nord) Weihbischof Stephan Turnovszky war diesmal dabei. Etwa 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus Pfarren, die ein Pfarrblatt herausgeben, aber kein Web betreiben, 2 beschränken sich bisher auf ein PfarrWeb, etwa 20 haben Pfarrzeitung und Pfarr-Web in der Pfarre und nur 2 interessieren sich erst für beides.

Thomas Jorda
Der Vortrag von Prof. Thomas Jorda, Mitglied der NÖN-Redaktion, sollte nach dem einleitenden spirituellen Impuls durch Pfarrer Christoph Pelzcar, den Blick von außen auf die Pfarrmedien schärfen. Viele "starke und aufrüttelnde Statements" sorgten für überraschte Teilnehmerinnen- und Teilnehmergesichter. Ein Versuch, in der Erinnerung zu kramen:

  • Katholiken sind (als Katholiken) für die Medien, die Geld verdienen müssen, eine kleine Splittergruppe, für die man nicht "schreibt".
  • Die Kirche baute ihr riesiges Wachstum darauf, auf viele bestehende, erfolgreiche Kulturelemente "aufzuspringen" und sie christlich zu deuten.  Das hat die Kirche fast völlig verlernt - eine Beispiel ist etwa der heutige Halloween-Kult der Kinder.
  • Radio Stephansdom, die Kirchenzeitungen richten sich an Splittergruppen - an den "inner cercle". Das ist auch ok, aber Verkündigung an alle Menschen ist es nicht.
  • Die Kirche hat verlernt, Geschichten zu erzählen. Jesus hat seine Botschaften praktisch nur in Geschichten (wir nennen sie Gleichnisse) verpackt.
  • Die Bildsprache der kirchlichen Medien hat zur Zeit keine Kraft. Eine Gegenreformation ohne die Sprache und Macht der Bilder wäre undenkbar gewesen. 
Nach der Pause berichtete Anna Marie Doczy, die in der Zentrale der Erzdiözese Pfarrmedien betreut, über einige Projekte:
  • Nach dem gemeinsamen System für den Internetauftritt, das auch wir verwenden, ist auch ein gemeinsames Layout für gedruckte Pfarrmedien in Arbeit, das beim diözesanen Pfarrmedientag am 4. Juni vorgestellt werden wird. 
  • Am 7. und 8. Oktober 2016 wird es in Linz erstmals einen Kongress für alle österreichischen Pfarrmedienmacherinnen und - macher geben.
  • Und am 19. März 2017 wird österreichweit ein neuer Pfarrgemeinderat gewählt. Dafür werden gerade alle Hilfsmittel für die Pfarrmedien vorbereitet und bald publiziert. Auch wir werden Sie dann wahrscheinlich im Weihnachts-Pfarrblatt 2016 mit dieser wichtigen Wahl beschäftigen. 




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wir freuen uns über jeden Kommentar. Und da wir mit konkreten Menschen kommunizieren wollen, bitten wir Sie, nicht anonym zu kommentieren.