Freitag, 25. März 2016

Karfreitag 2016

Die Zeremonie am Abend des Karfreitags beginnt mit einem stillen Einzug der Ministrantinnen und Ministranten, der beiden Priester und des Diakons in die schmucklose, halbdunkle Kirche. Pfarrer Markus Beranek, Kaplan Michael Kreuzer und Diakon Johann Wolf legen sich zum stillen Gebet und Andenken an das Sterben von Jesus Christus vor dem Volksaltar auf den Boden - auch Prostratio genannt...

Die Johannespassion
Nach 2 Lesungen stellt sich unsere Schola im Altarraum samt Miniorchester auf, um die Johannespassion zu singen.

In seiner Predigt meint Kaplan Michael Kreuzer, dass das Kreuz, das auch wir alle tragen, uns drei Dinge lehren kann:

  • Das Leben gehört nicht dir, du kannst nicht alles im Griff haben
  • Du bist nicht so wichtig, es muß nicht alles perfekt sein
  • Du hast kein Anrecht auf Liebe, Liebe ist ein Geschenk und wird dir gegeben
Die Kreuzverehrung
Und er meint, dass diese Erkenntnis das Leben viel leichter machen kann. Zeitgeistig sind diese drei Dinge nicht. Wir lernen aus den Medien wohl ziemlich genau das Gegenteil. Du bist nur gut, wenn du alles im Griff hast, du allein bist wichtig und kannst daher Anerkennung verlangen.
Anschließend schreiten wir zur Kreuzverehrung, für die wir alle eine Blume mitgebracht haben, die wir unter das Kreuz legen und die morgen - mit den vielen anderen zu einem wunderschönen Strauß gebunden - die Osternacht schmücken wird. Die großen Fürbitten und die Grablegung Jesu beenden die immer wieder beeindruckende Zeremonie.

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