Donnerstag, 24. März 2016

Gründonnerstag 2016

In einer vollen Kirche feierten wir die Heilige Messe vom letzten Abendmahl. Eine Schola unter der Leitung von Johannes Lenius gestaltete den Gottesdienst musikalisch und bis zum Abflug der Orgel nach Rom nach dem Gloria spielte er auch die Orgel.

In der Predigt deutete Pfarrer Markus Beranek die Fußwaschung, ein Dienst der Demut und Barmherzigkeit, den Jesus an seinen Jüngern - auch am Verräter Judas - tat. Einige Bilder von alten Menschen in der Arche und von jungen Flüchtlingen aus dem Haus Ibrahim illustrierten die Botschaft. Dann kniete sich Pfarrer Markus Beranek vor den sechs ausgewählten Frauen und Männern nieder und wusch ihnen wie damals Jesus die Füße. Alle sechs sind als angestellte oder ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Arche oder im Haus Ibrahim tätig. Ein schönes Symbol.
Hier ein link zur Fußwaschungszeremonie von Papst Franziskus in Rom.

Zur Kommunion gab es heuer wie auch schon in den Vorjahren richtiges Brot und Wein. Um dem
Der Kommunionskreis
Bild des letzten Abendmahles näher zu kommen, stellten sich die Gottesdienstbesucher in Kreisen auf und aßen dann gemeinsam das Brot und tranken reihum den Wein. Auch ein schönes Symbol.

Zum Ende wurde Jesus in Form des Brotes zum Ölberg begeleitet (in unserer Kirche beim Marienaltar) und der Hochaltar von allem Schmuck befreit. Ein Teil der Kirchenbesucherinnen und -besucher versammelten sich dann noch vor dem Marienaltar zur Ölbergandacht.
Die Feier der Kinder

Am späten Nachmittag feierten auch die Kinder im Pfarrzentrum eine Abendmahlfeier. Bilder dazu gibt es im Fotoalbum (Link am Ende dieses Berichtes).

Noch ein Gedanke zu heutigen ersten Lesung aus dem alten Testament (2. Buch Moses, Kapitel 12, Vers 1-20), der Einsetzung des Paschamahles:
....Es ist die Paschafeier für den Herrn. In dieser Nacht gehe ich durch Ägypten und erschlage in Ägypten jeden Erstgeborenen bei Mensch und Vieh. Über alle Götter Ägyptens halte ich Gericht, ich, der Herr. Das Blut an den Häusern, in denen ihr wohnt, soll ein Zeichen zu eurem Schutz sein. Wenn ich das Blut sehe, werde ich an euch vorübergehen und das vernichtende Unheil wird euch nicht treffen, wenn ich in Ägypten dreinschlage....
Grausam hört sich das an, besonders wenn man sich in die Rolle eines Ägypters von heute versetzt.. Doch genauso, wie im Koran Stellen vorzufinden sind, die sich wörtlich genommen grausam lesen, so auch im christlichen und jüdischen Alten Testament. Man kann sich diese Stellen, wie es heute gerne geschieht, gegenseitig um die Ohren schlagen - oder man kann versuchen durch entsprechende Information den Sinn dieser Worte aus der Zeit, wo sie geschrieben wurden, zu erkennen und sie richtig zu deuten - in beiden Schriften.

Hier gibt es das Fotoalbum, das die Bilder der Kar-Tage enthält. Eher Schappschüsse...

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