Sonntag, 3. Januar 2016

Papst Franziskus zu Weihnachten

Es ist die Zeit wert, die Ansprache von Papst Franziskus zu seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Vatikan anlässlich Weihnachten und des Jahreswechsels zu lesen. Den link findet man im Artikel des Erzdiözese-Web.

Wem das zu lange ist, der könnte das abschließende Gebet meditieren oder einfach lesen, das wir hier zitieren:

Der Papst sagt  zum Ende seiner Ansprache: Um das (was er vorher ausgeführt hat) zu begreifen, wollen wir uns von dem wunderschönen Gebet innerlich anrühren lassen, das gewöhnlich dem seligen Oscar Arnulfo Romero zugeschrieben wird, jedoch erstmalig von Kardinal John Dearden gesprochen wurde:
Ab und zu hilft es uns, einen Schritt zurückzutreten und aus der Ferne zu schauen.
Das Reich liegt nicht nur jenseits unserer Bemühungen, sondern auch jenseits unserer Horizonte.
In unserem Leben gelingt es uns nur, einen kleinen Teil zu vollbringen von jenem wunderbaren Unterfangen, das das Werk Gottes ist. Nichts von dem, was wir tun, ist vollständig. Das besagt, dass das Reich weit über uns selbst hinausgeht.
Keine Aussage drückt all das aus, was gesagt werden kann. Kein Gebet gibt den Glauben vollständig wieder. Kein Credo führt zur Vollkommenheit. Kein Pastoralbesuch bringt alle Lösungen mit sich. Kein Programm erfüllt voll und ganz die Sendung der Kirche. Keine Zielsetzung erreicht ihre vollständige Verwirklichung.
Es geht um dies: Wir streuen Samen aus, die eines Tages aufgehen werden. Wir begießen bereits ausgesäte Samen und wissen, dass andere sie pflegen werden. Wir legen den Grund für etwas, das sich entwickeln wird. Wir bringen den Sauerteig ein, der unsere Fähigkeiten vervielfachen wird.
Wir können nicht alles tun, doch es zu beginnen schenkt ein Gefühl der Befreiung. Es gibt uns die Kraft, etwas zu tun, und es gut zu tun. Es kann unvollendet bleiben, doch es ist ein Anfang, ein Schritt auf einem Weg. Eine Chance, dass die Gnade Gottes eintritt und den Rest tut.
Mag sein, dass wir nie seine Vollendung sehen, doch das ist der Unterschied zwischen dem Baumeister und dem Handlanger. Wir sind Handlanger, nicht Baumeister, Diener, nicht Messias. Wir sind Propheten einer Zukunft, die uns nicht gehört.
Da kann man nur noch "Amen" sagen.

Bild: Internet der Erzdiözese/Mazur


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