Dienstag, 19. Januar 2016

Mit dem Kontrabass Gutes tun

Am Sonntag, 17. Jänner fand im vollbesetzten Lenausaal des Z-2000 das Kontrabass-Konzert mit  dem Stockerauer Josef Niederhammer am Kontrabass und Matthias Gerstner am Flügel statt, dessen Reinertrag von über 3000.- € der Renovierung des Pfarrzentrums gewidmet ist. Erstmals ein großer Dank an die Künstler, aber auch an Sie, die Besucherinnen und Besucher, die so zahlreich zu diesem Konzert  gekommen sind. Und den Kontrabass als Soloinstrument hört man ja nicht alle Tage und schon gar nicht so virtuos gestrichen und gezupft wie von Josef Niederhammer.

Ein gedrucktes Programm gab es ja nicht, um den Ertrag möglichst hoch zu halten - wie Josef Niederhammer sagte, dafür, eigentlich viel informativer, zu jedem Stück eine kurze Einführung. Aus dem Gedächtnis zitiert begann das Konzert mit einer Sonate für Kontrabass und Klavier von Mozartzeitgenossen Johannes Matthias Sperger, der selbst Kontrabassist war und wegen der "Unspielbarkeit" seiner Kontrabasswerke zu seiner Zeit kritisch beurteilt wurde. Max Bruch, den die meisten nur wegen seines Violinkonzertes kennen, komponierte Kol Nidrei, ein Konzertstück für Violoncello und Orchester d-Moll op. 47, das in der Fassung für Kontrabass und Klavier gespielt wurde. Sergei Alexandrowitsch Kussewizki war der nächste Komponist, der auch einige Originalstücke zum Kontrabass-Repertoire beigetragen hatte. Auch Giovanni Bottesini war wie Kussewizki Kontrabassist und Dirigent und unsere Künstler spielten von ihm "Introduktion und Gavotte" und die Opernfantasie über "Norma" von Bellini.  Die "Canciones populares" von  Manuel de Falla, eine Habanera von Maurice Ravel und zwei Ohrwürmer von Fritz Kreisler,  Liebesfreud und Liebesleid und Schön Rosmarin, beschlossen das Konzert.
Die meisten dieser Werke wurden für die Violine geschrieben, mehrere Stöcke tiefer klingen sie aber hervorragend und originell, wenn man das etwas unkomfortable Instrument wie Josef Niederhammer meistert und so feinfühlig wie von Matthias Gerstner am Bösendorfer begleitet wird.


Der begeisterte Applaus "zwang" die Künstler noch zu zwei Zugaben, die Meditation von Thaïs von Jules Massenet und die Zapateado aus der Suite Andaluza von Pedro Valls, wo auch Matthias Gerstner noch einmal virtuos in die Tasten greifen konnte.


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