Freitag, 27. November 2015

Adventimpuls, erste Woche

Unsere Klosterschwestern vom Kloster St. Koloman gehören dem Steyler Ordenshaus an. Wie jedes Jahr gibt es vom Orden für uns Adventimpulse. Die Adventimpulse wurden 2015 von Sr. Christine Müller, SSpS Deutschland, gestaltet. Wir beginnen heute mit dem ersten Impuls. Für die nächsten 3 Wochen kommen diese Impulse jeweils am Freitag. Die Schwestern schreiben:

November 2015
Liebe Steyler Freundinnen und Freunde!
Mit dem neuen Kirchenjahr beginnt auch das „Jahr der Barmherzigkeit“ und es stellt uns schon ganz am Anfang eine frohe und befreiende Botschaft vor Augen: Gottes Barmherzigkeit hat in Jesus von Nazareth ein Gesicht bekommen! Wir laden dazu ein, sich mit diesen Adventsimpulsen innerlich auf das Fest der Geburt Jesu, auf das Fest der Menschwerdung vorzubereiten. Inspiriert von einem Wort aus dem Johannesevangelium möchten die Anregungen eine Hilfe sein, das Weihnachtsgeheimnis und das Geheimnis der eigenen Person tiefer zu entdecken und sich der Barmherzigkeit Gottes mehr anzuvertrauen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht. (Joh 1,18) Zuversicht und Hoffnung für den Weg auf Weihnachten hin wünschen Euch/Ihnen allen die Steyler Missionsschwestern in Österreich! 

1. Adventswoche (29.11.-5.12.) - Barmherzigkeit beim Wort genommen 

Voll der Faszination wohl weniger für ein Wort als für dessen Bedeutung waren jene Christen, die eine Übersetzung für das lateinische „misericordia“ suchten: Ein Herz (cor) für die Armen (miseri) zu haben, das musste doch auch ihrer Sprache, in der gotischen Kirchensprache auszudrücken sein! So entstand unser Wort Barmherzigkeit. Um Erbarmen zu haben und denen beizustehen, die Not leiden (gotisch: „armen“), dazu braucht es Mitgefühl. Es braucht Empathie, die Fähigkeit, sich in andere hineinfühlen zu können. So können wir sogar am Leid des anderen mitleiden, es mit ihm tragen. Barmherzigkeit gilt seit jeher als wesentliche Eigenschaft Gottes. In jedem Gottesdienst bitten wir im Kyrie Gott um sein Erbarmen, bitten wir um seine unverdiente Zuwendung – im Vertrauen darauf, dass Gott ein Herz für uns Arme hat. Dass er uns unsere Fehltritte vergibt, dass er sieht, woran wir schwer tragen, dass er uns entgegenkommt und uns hilft. In Gottes barmherzigem Handeln wird für uns seine Liebe erfahrbar. Wo bedarf ich besonders der Barmherzigkeit Gottes und meiner Mitmenschen? Ich möchte wahrnehmen, wo mir etwas von dieser barmherzigen Liebe geschenkt wird.

Quelle: www.ssps.at



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