Mittwoch, 29. Juli 2015

Sonntagspredigt am 26. Juli 2015

Ab und zu gibt es Predigten von unserem Pfarrer Markus Beranek zum Nachlesen. Vorher wurde das Evangelium von der wunderbaren Brotvermehrung vorgelesen. Nur 5 Brote und 2 Fische,und doch sind über 5000 satt geworden. Aber unser Pfarrer hat auch einen Text für den passenden Segensspruch geschrieben. Der kommt dann im Anschluß an die Predigt. Und dann sind Sie liebe Leserin, lieber Leser mit dem Entlassungsspruch der Hl. Messe "entlassen": Gehet hin in Frieden!


Predigt 17. Sonntag im Jahreskreis B

Wie hat Jesus das gemacht, dass für so viele genug da war? Ich weiß es nicht. Aber die Brotvermehrung bleibt für mich eine wunderbare Geschichte: es ist genug für alle da. Wie auch immer das dann in den einzelnen Situationen funktioniert: aber das haben Menschen unzählige Male erfahren: in der Nähe Jesu wird Ungeahntes möglich, regieren nicht Kleinkariertheit und Überlebensängste sondern bricht eine Stimmung der Freude und des Feierns an.

Das Gegenbild sind die, die immer einen Grund zum Raunzen und zum Meckern finden. Die für die das Boot schon längst voll und dafür das Glas immer halbleer ist. Die, die in der Meinung leben, man könnte eh nichts in dieser Welt verändern, vielleicht gerade mit letzter Kraft das eigenen Schärflein noch retten.

Aber das Evangelium erzählt mir vom Vertrauen Jesu, das ansteckt, und so teilen die Jünger aus, bis alle mehr als satt sind. Das Evangelium ermutigt mich, zu einer Dynamik der kleinen Schritte. Mein Leben wird anders, wenn ich heute einen kleinen Schritt der Veränderung setze. Mein Leben wird stressfreier, wenn ich mir heute erlaube, ein paar Minuten nur da zu sein und zu genießen. Die Welt wird menschlicher, wenn ich heute beginne, kleine Gesten der Menschlichkeit und des Mitgefühls zu setzen – keiner muss alleine die ganze Welt retten! Wenn wir das Ziel als zu groß und unerreichbar einschätzen, dann tun wir gar nichts. Aber wo ein Mensch in seinem Tun nicht nur den Tropfen auf dem heißen Stein, sondern den Tropfen, der im Laufe der Zeit den Stein aushöhlt sieht, dort gewinnt die Dynamik, Jesu Raum. Dort geschieht das Wunder der Brotvermehrung. Auch heute.



Segen


Fünf Brote und zwei Fische,
es scheint hinten und vorne nicht zureichen.
Gott segne euch,
damit ihr auf ihn schaut,
damit ihr ihm vertraut,
dass aus euren Anfängen eine Fülle wird,
die für alle reicht.

Fünf Brote und zwei Fische,
es scheint hinten und vorne nicht zu reichen.
Gott segne euch,
damit ihr entdeckt,
welche Fülle und Gaben er in euch hineingelegt hat,
damit ihr sie zur Entfaltung bringt.

Fünf Brote und zwei Fische,
es scheint hinten und vorne nicht zu reichen.
Gott segne euch,
damit ihr euch nicht abfindet mit dem Mangel, dem Elend und der Not,
sondern austeilt wie die Jünger,
weil genug da ist für alle.

So segne euch der treue Gott:
Der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

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