Donnerstag, 23. Juli 2015

Gebet für Flüchtlinge

Heute fand um 18 Uhr in der stillen kühlen Kirche das angekündigte Gebet für Flüchtlinge statt. Fast 30 Beterinnen und Beter hatten sich eingefunden und beteiligten sich an den schön gestalteten Gebets-Zwanzig-Minuten. Einen Eindruck der Texte kann vielleicht das Friedensbekenntnis von Seoul (Korea) geben, das 1990 im Rahmen der Ökumenischen Weltversammlung entstanden ist. Übrigens: Wussten Sie, dass die Caritas gemeinsam mit Pfarren und Klöstern derzeit 4.400 der insgesamt 43.000 Asylwerber versorgt.

Ich glaube an Gott, der die Liebe ist
und der die Erde allen Menschen geschenkt hat.
Ich glaube nicht an das Recht des Stärkeren,
an die Stärke der Waffen.
an die Macht der Unterdrückung.
Ich glaube an Jesus Christus.
Der gekommen ist, uns zu heilen,
und der uns aus allen tödlichen Abhängigkeiten befreit.
Ich glaube nicht, dass Kriege unvermeidbar sind,
dass Friede unerreichbar ist.
Ich glaube nicht, dass Leiden umsonst sein muss,
dass der Tod das Ende ist,
dass Gott die Zerstörung der Erde gewollt hat.
Ich glaube, dass Gott für die Welt eine Ordnung will,
die auf Gerechtigkeit und Liebe gründet,
und dass alle Männer und Frauen
gleichberechtigte Menschen sind.
Ich glaube an Gottes Verheißung
eines neuen Himmels und einer neuen Erde,
wo Gerechtigkeit und Frieden sich küssen.
Ich glaube an die Schönheit des Einfachen, 
an die Liebe mit offenen Händen,
an den Frieden auf Erden.
Amen.

Ökumenische Weltversammlung 1990 in Seoul

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