Donnerstag, 2. April 2015

Das letzte Abendmahl

Brot und Wein
 Unser Kirchturm um 18:50
Hunderte Künstler aller Zeiten haben sich an diesem Thema versucht. Viele der Bilder und Kunstwerke gehören zum kulturellen Welterbe. Wir aber haben gemäß Jesu Auftrag "Tut dies zu meinem Gedächtnis" diesen Abend in unserer Pfarrkirche in Stockerau gefeiert. Nach einem trüben und kalten Tag empfängt uns der Abend - wie es sich für den April gehört - ganz freundlich.


In der Kirche steht bereits der Tisch mit Brot - heute keine Hostien, sondern wirkliches Brot - und Wein. Und die Kommunion von Brot und Wein bekommen wir auch, symbolisch wie bei einem Mahl, indem wir in Kreisen zusammenstehen und gemeinsam das Brot essen. Doch vorher gibt es die Lesungen des Abends, besonders unter die Haut geht die Lesung aus dem Buch Exodus, wo Gott die Israeliten durch ein sehr blutrünstiges Strafgericht aus der Hand der Ägypter rettet, die die Israeliten lange gefangen hielten. Der Gott dieses alten Testaments war ähnlich grausam, wie es die Terroristen des islamischen "Staates" Allah zuschreiben, aber das war schon vor tausenden Jahren. Das Christentum sieht einen ganz anderen, sanften Gott, der seinen Kindern wie ein Diener die Füße wäscht.

Fußwaschung
Die Predigt hielt heute Pastoralassistent Geri Braunsteiner.
Nach dem Evangelium wusch auch unser Pfarrer Markus Beranek 12 Stockerauerinnen und Stockerauern die (vermutlich bereits vorgewaschenen) Füße, eine starke Botschaft, die auch unserem Pfarrer sehr am Herzen liegt.

Chorale Totale unter Ulli Neuhold sang einen großen Teil der Taizè- Gesänge sehr meditativ und gestaltete musikalisch wunderschön den ganzen Abend.
Am Ende der Feier wurde der gesamte Schmuck des Hochaltares weggeräumt und der Weg zum Ölberg (bei uns traditionell der Marienaltar) gegangen. Eine kleinere Gruppe der Kirchengeher blieb noch zu einer stimmungsvollen Ölbergandacht.
Die Glocken sind natürlich auch nach dem großen "Gloria" abgeflogen und sind gemäß gut informierten Kreisen unterwegs nach Rom und die Orgel schweigt bis zur Feier der Auferstehung. Dafür können Sie am Karfreitag und Karsamstag unsere braven Ratschenkinder hören.



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