Sonntag, 30. November 2014

Frieden in Freiheit - noch mehr "Barbara"

Neben dem kurzen Bericht der Redaktion bekamen wir auch dankenswerter Weise bessere Fotos und einen ausführlicheren Text von Stadtamtsdirektorin Dr. Maria-Andrea Riedler zur Verfügung gestellt, der auch einige interessante historische Aspekte beinhaltet. Bitte vergessen Sie nicht auf "Weiter gehts hier" zu klicken, wenn Sie nicht den ganzen Bericht sehen.

„Frieden in Freiheit“ – Barbaragedenkfeier in der Stadtpfarrkirche Stockerau


Schon seit dem Jahre 1945 fand alljährlich am 1. Sonntag im Dezember in der Stadtpfarrkirche in Stockerau eine Barbarafeier hier statt.
Der geschäftsführende Obmann des Österreichischen Kameradschaftsbundes, Stadtverband Stockerau, führte dazu aus, dass Kameraden  der Beobachtungsabteilung 44 und Artilleriekameraden Begründer dieser Feier waren, die zum Dank für ihre geglückte Heimkehr aus einem schrecklichen Krieg dieses Gedenktreffen organisiert und  bis zum Jahre 1999 durchgeführt haben. 
Im Jahre 2000 übernahmen der ÖKB-Stadtverband Stockerau  und die katholische Pfarre diese verantwortungsvolle  Aufgabe.  Neben dem Versprechen jenen Stellenwert zu erhalten, den sich die Gründer gewünscht haben, gilt es aber auch, in dieser feierlichen Gedenkstunde nicht nur die Tradition hochzuhalten, sondern der Veranstaltung einen zeitgemäßen und zukunftsorientierten Sinn zu geben.


Stadtamtsdirektorin Dr. Maria-Andrea Riedler erzählte die Legende der Hl. Barbara und auch, wie es zu der Barbaratradition überhaupt gekommen war. Stadtpfarrer Dr. Markus Beranek freute sich über die neue Art der Barbarafeier und er spannte in seiner Predigt den Bogen in die heutige Zeit: “Wenn wir mitverfolgen müssen, wie unschuldige Menschen durch den Missbrauch von Macht vertrieben, misshandelt und umgebracht werden, dann stellt sich doch immer wieder die Herausforderung, dass diesem Missbrauch der Macht Einhalt geboten werden muss. Militärische Mittel können also nach sehr gründlicher Abwägung den Charakter der Notwehr haben. Sie dienen dann dazu, dass ein Staat oder die Völkergemeinschaft ihre Macht zum Schutz der Kleinen, Schwachen und Benachteiligten einsetzt. Das ist der Sinn staatlicher Macht und der Sinn der internationalen Organisationen: durch ihre Macht dazu beizutragen, dass Menschenrechte geschützt und gewahrt werden können, dort wo sie andere willkürlich mit Füßen treten.“
Der Militärkommandant von Niederösterreich, Brigadier Mag. Rudolf Striedinger, wies in seinen Worten darauf hin, dass neben der Traditionspflege im Zusammenhang mit dem Gedenken an die Hl. Barbara auf die zukunftsorientierten Aspekte dieser Feierstunde nicht vergessen werden sollten.  Anknüpfend an die Worte der Lesung, dass nicht Kriegsmaterial, sondern Pflugscharen im Vordergrund stehen, fuhr er fort: „Die Politik ordnet dem Militär gerade noch jene Mittel zu, die hoffentlich ausreichen, damit das Bundesheer als Verteidigungs- und Friedensarmee seine zugewiesenen Aufgaben zum Schutz und zur Hilfe für die Bevölkerung ordnungsgemäß wahrnehmen kann. Als zukunftsorientiert kann die starke Präsenz des Kameradschaftsbundes als eine Organisation verstanden werden, die für Frieden und Freiheit eintritt und im kameradschaftlichen, und nicht im egoistischen Sinne agiert. Zukunftsorientiert war auch die Anwesenheit des Kommandanten und der Standarte des zukünftig einzigen Artillerieverbandes des Bundesheeres, des Artillerie- und Aufklärungsbataillons 4 aus Allentsteig, genauso wie die musikalische Umrahmung der Feierstunde durch die Militärmusik Niederösterreich, die uns hoffentlich erhalten bleiben wird.“
Eine gemeinsame Kranzniederlegung aller teilnehmenden Organisationen – des österreichischen Bundesheeres, des Österreichischen Kameradschaftsbundes, der Traditionsverbände, der Freiwilligen Feuerwehr Stockerau, des Roten Kreuzes und der Polizeiinspektion Stockerau -  der vor dem Bild der Hl. Barbara und der Gedenktafel beschloss die gut besuchte feierliche Veranstaltung.

(Fotos und Text: M-A. Riedler)

1 Kommentar:

  1. Liest man die Schlussfolgerungen der Frau Stadtamtsdirektor stellt es einem die Haare auf.
    Die Militärmusik soll erhalten bleiben. Da sieht man wo die Prioritäten der Frau Stadt-amtsdirektor liegen. Von den anderen Dingen hat sie ja keine Ahnung.

    Wenn der Parteigänger der Frau Dr. Riedler Minister Klug jährlich 200 Millionen - und das jedes Jahr bitte - einsparen will, kann man sich ausrechnen, sofern man die Grund-rechnungsarten beherrscht, wann das Wehrbudget in der Winzigkeit verschwinden wird. Die Mittel reichen dzt. nicht mehr aus. Der Österreicher will - und das sieht man auch in der Reaktion der Pfarre ganz deutlich - eine Schneeschaufler- und Sandsackfülltruppe, aber doch keine Armee. Daran ist schon Minister Dr: Lichal leider gescheitert! Dabei vertraut doch jeder Papst auf militärische Mittel in Form der Schweizer Garde!!

    AntwortenLöschen

Wir freuen uns über jeden Kommentar. Und da wir mit konkreten Menschen kommunizieren wollen, bitten wir Sie, nicht anonym zu kommentieren.