Dienstag, 11. November 2014

Englischkurs aus dem Südsudan

Schwester Mercy aus dem Südsudan hat wieder Post geschickt. Wir in Stockerau unterstützen ja den Bau einer Mehrzweck-Halle für Kinder in der Missionsstation. Dazu haben uns die Schwestern, die dem Orden des Klosters St. Koloman in Stockerau angehören, einen Rechenschaftsbericht geschickt.  Er ist in englischer Sprache und Gottseidank nicht in einer der 67 anderen lebenden Sprachen, die in diesem  8 Millionen-Einwohner Staat - dem jüngsten Staat der Erde - gesprochen werden. Im Bild sehen Sie die fröhlichen Kinder mit dem Untertitel "Ich bin gerufen, um zu dienen". Bei uns würde man wohl eher unter ein Kinderbild schreiben: Ich bin berufen, mich selbst zu verwirklichen.

Hier nun die beiden Seiten des Rechenschaftsberichtes, die erste mit Bildern und Berichten, die 2. mit den Zahlen. Für alle, die ihr Englisch schon etwas vergessen haben, ein paar Details großzügig übersetzt. Zu Beginn heisst es:

Die Missionskinder "Christ König" sind dieses Jahr aus verschiedenen Gründen besonders glücklich. Einerseits, weil sie an sovielen Aktivitäten teilnehmen können, und zum zweiten weil sie allen von ihnen so dankbar sind, dass sie Mittel zur Verfügung stellen, damit der Einbau der Fenster abgeschlossen werden kann.

Die Anfangsbuchstaben des kleine Spruches  in der Mitte ergeben das englische Wort MISSION (neben Mission kann man es auch mit Auftrag, Aufgabe, Berufung, etc. ins Deutsche übersetzen). Das Gedicht sagt in etwa:

Alle Kinder in der Welt sollen Liebe, Freundschaft, ein Leben im Frieden Gottes jetzt und für alle Zeit teilen.


Die 2. Seite ist der Rechenschaftsbericht in Zahlen. Stockerau hat 1000 US$ gespendet, die Slowakei 195.- und andere Mittel waren 325.-.
Von diesen 1520.- $ wurden für die Fenster 999.- ausgegeben, für einen Teil der Elektroinstallation 521.-. Die Zahl in der Spalte daneben ist der Betrag in der Landeswährung South Sudanese Pound (Südsudanesiches Pfund SSP).

Die Verantwortung für die Mehrzweckhalle und die Arbeit mit den Kindern hat jetzt Schwester Carmen Silvero aus Argentinien übernommen.

Wer die Politik und den Bürgerkreig des letzten Jahres im Südsudan verfolgt hat, weiss, dass die Schwestern eine schwere und ungewisse Zeit hatten. Laut Zeitungsberichten haben sich die beiden Kontrahenten nun auf ein bisschen Frieden geeinigt. Hoffen wir, dass dies hält.

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