Freitag, 15. August 2014

Er stürzt die Mächtigen vom Thron

Die von Pfarrer Eder
anlässlich seines
60. Geburtstages
gewidmete Marienstatue
Starke Worte, die das heutige Evangelium bietet. Denn heute ist der Festtag der Aufnahme der Gottesmutter Maria in den Himmel. Und da wird als Evangelium das Magnificat gelesen, Worte, die Maria - eine einfache Frau, erst einige Monate mit Jesus schwanger - laut dem Lukasevangelium beim Besuch bei ihrer Cousine Elisabeth spricht.

So heisst es im Mittelteil:
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.

Er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehen.


Den gesamten Text in verschiedenen Fassungen gibt es hier. Dietrich Bonhoeffer, ein evangelischer Theologe, den die Nazis hingerichtet haben,  schreibt über das Magnificat: "Dieses Lied der Maria ist das leidenschaftlichste, wildeste, ja man möchte fast sagen revolutionärste Adventslied, das je gesungen wurde. Es ist nicht die sanfte, zärtliche, verträumte Maria, wie wir sie auf Bildern sehen, sondern es ist die leidenschaftliche, hingerissene, stolze, begeisterte Maria, die hier spricht ... ein hartes, starkes, unerbittliches Lied von stürzenden Thronen und gedemütigten Herren dieser Welt, von Gottes Gewalt und von der Menschen Ohnmacht".



Die Initiatorin der Kräutersegnung

An diesem Marienfeiertag werden in vielen Orten bereits traditionell Kräuter gesegnet. Auf eine persönliche Initiative hin, fand das bei uns heuer auch am Ende des Gottesdienstes statt und Kaplan Tomasz und Diakon Johannes spendeten diesen Segen nicht nur den Kräutern sondern glaich auch allen Gottesdienstbesuchern.

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