Samstag, 1. März 2014

Post aus der Ukraine

Schwester Christa Petra, auch schon nahe einer Ehrenredakteurin, hat uns einen ganz aktuellen Brief einer Schwester des St. Kolomaner-Ordens aus der Ukraine geschickt. Ein sehr konkreter Aufschrei aus diesem großen Land, das uns geographisch recht nahe ist. Im Bild links ein Kreis um Wien bis zur ukrainischen Grenze 572 km in 5:43 Stunden mit dem Auto. Da sind sie in 5:05 Stunden nach 550 km gerade nur in Landeck in Tirol (sagt Google Maps).

Sr. Christa Petra schreibt dazu: "Unsere Schwestern haben bis zum Beginn der schweren Ausschreitungen, als dann alle Frauen und Kinder gebeten wurden, diesen Ort zu verlassen, warme Getränke und Suppe gebracht und mit den Menschen von der Bühne aus gebetet.  Jetzt helfen sie mehr „im Hinterland“ und beten gemeinsam mit den Menschen für die Ukraine".

Der Brief ist in englischer Sprache. Zuerst das Original:

Dear Sisters and friends,
On behalf of all our Sisters in Ukraine we thank you for your prayers and support in this difficult time for Ukraine.

We could feel your prayer, care, worries and solidarity with us, with the Ukrainian people.
It was and it is the time of struggle for freedom and truth.
It was and it is the time of special grace for the evangelization of our people.
It was and it is the time when probably the greatest prayer in our history goes to the Lord from “Maydan” – the heart of Ukraine. It may not even be an exaggeration to assert that in the last century people in Kyiv didn't pray so much for their country together as it was last month.
The situation is not peaceful yet, specially in the southern part of Ukraine - Crimea. So we continue to pray that the conflict will be resolve in a peaceful way.
 In Kiev the streets which are close to Maydan looks like cemetery - thousands of people are coming with the flowers and candles, to pray and to cry, to express their sorrow for the boys who were killed last week and some time before.
We trust that the Lord is with us and the good is stronger than evil.
United with you in a prayer - with gratitude – Sr. Maria Marta SSpS
 

Und hier die Übersetzung:

Liebe Mitschwestern und Freunde,
Im Namen von all unseren Schwesern in der Ukraine danken wir Euch in dieser schweren Zeit für euer Gebet und eure Unterstützung.
Wir haben eurer Gebet, eure Sorge und Solidarität mit uns, dem Ukrainischen Volk gespürt. 
Es war und es ist die Zeit des Kampfes für Freiheit und Wahrheit. 
Es war und es ist die Zeit der besonderen Gnade der Evangelisierung unserer Leute. 
Es war und es ist die Zeit, wo wahrscheinlich das größte Gebet in unserer Geschichte zum Herrn des "Maydan", dem Herz der Ukraine, geht. 
Es ist vermutlich keine Übertreibung, zu sagen, dass im letzten Jahrhundetr die Leute in Kiew nie soviel für ihr Land gebetet haben als im letzten Monat. Die Situation ist noch nicht friedlich, besonders im Süden der Ukraine in der Krim. So beten wir weiter, dass der Konflikt auf friedliche Weise gelöst werde. In Kiew schauen die Strassen nahe dem Maydan wie Friedhöfe aus. Tausende kommen mit Blumen und Kerzen, um zu beten und zu weinen, um ihre Trauer für die jungen Leute auszudrücken, die letzte Woche und vorher hier getötet wurden. 
Wir vertrauen, dass der Herr mit uns ist und, dass das Gute stärker ist als das Böse.
Gemeinsam mit Euch im Gebet
In Dankbarkeit
Sr. Maria Marta SSpS

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