Sonntag, 30. März 2014

Pfarrgemeinderatssitzung zu zwei großen Themen

Am 25. März fand eine Sitzung des Pfarrgemeinderates statt. Genau neun Monate vor Weihnachten eröffneten wir mit dem Evangelium von der Verkündigung des Herrn. Eine gute Einstimmung auf all das, was in nächster Zeit so alles in die Welt gesetzt werden soll.

Der erste große Punkt behandelte die Pläne zur Umbau und Renovierung des Pfarrzentrums. Im Oktober wird das Pfarrzentrum 33 Jahre alt und bedarf dringend einer Renovierung. Auch die Raumnot ist evident, einige Gruppen müssen ausweichen. Zudem ist durch die Hereinnahme von Gruppen wie punkt_um und anderen die Platznot nicht kleiner geworden.

Die beiden Architekten Werner Fürthner und Hannes Tonn präsentierten Pläne für den Umbau des Pfarrzentrums. Die Pfarre hat schon Erfahrung mit ihnen, haben sie doch letzten Sommer das Pfarrbüro umgebaut (siehe ->hier und ->hier). Die Pläne werden in einer eigenen Informationsveranstaltung im Pfarrzentrum präsentiert werden, deshalb jetzt nur die kurze Darstellung des Themas.

Der zweite große Punkt des Abends behandelte den diözesanen Erneuerungsprozess APG 2.1 und was er für die Pfarre Stockerau bedeutet. Oberflächlich betrachtet wird immer wieder von Zusammenlegungen bzw. Auflösungen von Pfarren gesprochen. Doch tatsächlich geht es darum Strukturen zu schaffen, die den Erfordernissen der heutigen Gesellschaft entsprechen. Für das Vikariat Nord ist schon ausgesprochen, dass es keine Pfarrauflösungen geben soll, sondern die Schaffung von größeren Strukturen im Rahmen von Pfarrverbänden. Diese sind ja nicht neu, sondern schon mehrfach Realität.

Pfarrer Markus Beranek berichtete in seiner Eigenschaft als Dechant von den konkreten Überlegungen im Dekanat. Das Dekanat Stockerau besteht aus einem eher städtisch geprägten Süden und einem ländlich geprägten Norden. In Stockerau sind die Rahmenbedingungen ein wenig anders als der Durchschnitt. Der Prozentsatz der Katholiken bzw. Kirchenbesucher ist zwar markant niedriger als im Umland, jedoch für ein städtisches Milieu ganz gut, etwa verglichen mit Wien. Etwa ist die Zahl der Katholiken in Stockerau im letzten Jahr um 213 angewachsen, insgesamt ist sie im Dekanat etwa konstant, d.h. der Zuzug kompensiert die Austritte.

Die Gesellschaft ist stärker differenziert, je städtischer sie ist. Diese Differenzierung auch im kirchlichen Angebot bedienen zu können ist eine der Herausforderungen (laut der aktuellen ->Sinusstudie, die die Gesellschaft in 10 Milieus gliedert, sind dzt. nur etwa 35% der Gesellschaft für die Kirche erreichbar).

Die Pfarre Stockerau ist zwar selbst groß genug, um nach der Pfarrerneuerung unabhängig bleiben zu können, jedoch ist der PGR der Meinung, dass sie sich in der Diskussion im Dekanat voll einbringen muss und sich daher für eine Kooperation mit anderen Pfarren öffnen soll.

Als weiterer Tagesordnungspunkt wurde der Jahresabschluss 2013 mit der Kirchenrechnung und der Caritasabrechnung angenommen. Für die Errichtung des Kolomansweges sind die beiden Stationen Stab des Hl. Koloman und Andersbank in Realisierung. Es werden vorläufig nur diese beiden Stationen errichtet.

(fjb)

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