Sonntag, 1. Dezember 2013

Barbara, eine vielfältige Heilige

Die Hl. Barbara, deren Fest heute am ersten Adventsonntag gefeiert wurde, ist erstaunlich vielseitig: Barbara ist Schutzpatronin der Bergleute, Hüttenleute, Geologen, Glöckner, Glockengießer, Schmiede, Maurer, Steinmetze, Zimmerleute, Dachdecker, Elektriker, Architekten, Artilleristen, Kampfmittelbeseitiger, Pyrotechniker, Feuerwehrleute, Helfer des Technischen Hilfswerks (THW). Sie ist auch Patronin der Totengräber, Hutmacher, der Jungfrauen und der Gefangenen. Beeindruckend und Wikipedia entnommen.

In Stockerau wird sie traditionell als Schutzpatronin der Artillerie gefeiert. Wir haben heute in der Predigt von Pfarrer Markus Beranek gelernt, dass Stockerau die sechstgrößte Garnison der Donaumonarchie beherbergte und daher auch alles "Militärische" eine große Tradition hat. Stockerau war auch Heimat eines grossen Artilleriebataillions und an das sollen die Traditionsuniformen und die vielen Fahnen erinnern. Pfarrer Markus Beranek deutete aber auch ganz sanft an, dass man in die Diskussion einsteigen möchte, wie dieses Fest in Zukunft zeitgemäß gefeiert werden soll - was in die Kirche passt und was andere Orte finden sollte. Es gibt sicher viele Mitbürger, die sich mit militärischen Feiern schwertun aber natürlich auch solche, die solche Zeremonien schätzen. Eine Möglichkeit ist es, ein Fest aller zu feiern, die für andere etwas tun, sich einsetzen - So war ja neben Militär und Kameradschaftsbund heute auch Feuerwehr, Polizei und Rotes Kreuz dabei.
Aber das Evangelium (Text siehe unten) berichtete von noch viel grausigeren Szenarien als es ein Krieg sein kann, nämlich vom Weltuntergang mit allen seinen schlimmen Vorzeichen. Und es ruft uns zu "Seid wachsam, denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt!". Und das ist auch das Thema der "Skulptur", die unter der Kanzel aufgestellt ist. Mehr dazu in den Texten im Fotoalbum.

Hier im Foto-Album gibt es einige Bilder, auch von unserer Schützenkapelle und dem Solisten des großen Zapfenstreiches, die ja für die meisten nur hörbar und nicht sichtbar auf den Chor aufspielten.


Der Text des Evangeliums nach Matthäus 24, 29-44
Sofort nach den Tagen der großen Not wird sich die Sonne verfinstern und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Danach wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen; dann werden alle Völker der Erde jammern und klagen und sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen. Er wird seine Engel unter lautem Posaunenschall aussenden und sie werden die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, von einem Ende des Himmels bis zum andern.Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr das alles seht, dass das Ende vor der Tür steht. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater. Denn wie es in den Tagen des Noach war, so wird es bei der Ankunft des Menschensohnes sein. Wie die Menschen in den Tagen vor der Flut aßen und tranken und heirateten, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein. Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen. Und von zwei Frauen, die mit derselben Mühle mahlen, wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.
Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.

Kommentare:

  1. Herr Pfarrer, nennen Sie Ihre Hintermänner und Hinterfrauen!

    Also jetzt sind sie wieder da die Meckerer gegen alles Militärische aus dem Pfarrgemeinderat. Nicht nur in Stockerau ist die Heilige Barbara die Schutzheilige der Artilleristen. Das ist in ganz Österreich so.
    In Stockerau kommt dazu, dass es Verbände gegeben hat, deren Tradition durch die Barbarakameradschaft aufrecht erhalten werden sollte. Aus biologischen Gründen hat diese Traditionskameradschaft die Erinnerungspflege an den Österr. Kameradschafts-bund, Stadtverband Stockerau, übertragen. Dieser lädt jedes Jahr zur Barbaramesse. Jahrzehntelang hat das niemanden gestört, dass man gefallenen und verstorbenen Soldaten mit einer Eucharistiefeier gedenkt und einen Kranz nieder legt.

    Die Wirklichkeit ist eine andere: Da sitzen im Pfarrgemeinderat Personen, die in der Zeit der 70er Jahre leben, wo die Meckerer der Kirche gegen alles Militärische (vor allem in der Diözese Oberösterreich) populär waren. Zwischenzeitig gibt es eine eigene Militärdiözese, was die fortschrittlichen Zeitgenossen in Stockerau aber verschlafen haben. Sie glauben alles militärische ist unchristlich. Dann sollten sie aber in der Pastoralkonstitution "Kirche und Welt von heute" nachlesen ("Wer als Soldat im Dienst des Vaterlandes steht ..."). Auch in den päpstlichen Rundschreiben finden sich klare Aussagen zum Soldatentum.

    Das sei den Hinterwäldlern in Stockerau ins Stammbuch geschrieben. Der ÖKB wird sich sicher nicht von einigen Querdenkern vorschreiben lassen, wie er seinen Verstorbenen und Gefallenen gedenkt. Die Querdenker sollte aber auch ihre Einstellung zum Militärischen "updaten", den sie liegen falsch, sind vielleicht politisch motiviert. Christlich motiviert sicherlich nicht!

    Traurig ist nur, dass der Herr Pfarrer instrumentalisiert wurde. Ist er der Sklave des Pfarrgemeinderates? Herr Stadtpfarrer, nennen Sie die Personen, welche sie angetrieben haben! Die Öffentlichkeit hat ein Recht das zu erfahren, zumindest der kirchenbeitrags-zahlende Teil. Die christliche Maske wird hier nur übergestülpt, um politische Ziele zu verfolgen. Daher raus mit der Sprache!



    Jetzt kommen die fortschrittlichen Kärfe e ausem Pfarrgemdienrat, schieben den Herrn Stadtpfarrer vor (in derPredit das zu sagen ist undiplomatisch und unchristlich) undwollen das änder.

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    1. Geri Braunsteiner23. Januar 2014 um 13:12

      Nur ein paar kurze Anmerkungen:
      - So sie in dieser Messe waren und zugehört haben, wissen sie dass nicht die Rede davon war, dass keine Barbaramesse mehr stattfinden darf oder soll, sondern, dass der Gottesdienst in einer zeitgemäßen Art und Weise, an einem, geeigneten Ort und zu einer passenden Zeit stattfinden soll und dass darüber bis zum nächsten Mal nachgedacht werden soll.
      - Die Feststellung, dass das bis jetzt niemanden gestört hat, kann ich leider nicht bestätigen, jedes Jahr wurde besonders von jungen Familien beklagt, dass sie so eine Feier am Beginn der Adventszeit unpassend finden und auch diese Personen haben das Recht gehört zu werden.
      - Ich finde es sehr interessant und eigentlich sehr beleidigend, dass sie unserem Pfarrer unterstellen, dass er sich instrumentalisieren lässt, dass er Sklave des PGR ist, wie kommen sie zu dieser Ansicht?
      - Sehr bezeichnend finde ich auch, dass sie die die Namen der "Hintermänner und Hinterfrauen" wissen wollen, ihren eigenen Namen nennen sie aber nicht!.
      - Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates finden sie übrigens auf unserer Homepage, wenn sie gerne mitreden wollen, können sie gerne in eine Pfarrgemeinderatsitzung kommen, die sind öffentlich zugängig und sie können selbstverständlich auch das nächste als PGR-Kandidat sich zur Wahl stellen.

      es grüßt sie

      Geri Braunsteiner
      einer der PGR

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    2. Sehr geehrter Herr PGR Braunsteiner!

      Allein die Tatsache, dass man den Ort und den Zeitpunkt der Messe in Frage stellt, ist schon Grund für Widerstand. Die Barbaramesse gab es schon, da waren Sie noch nicht Pastoralassistent und PGR. Keinen Pfarrer hat das gestört. Dies ist Pfarrer Dr. Beranek vorbehalten geblieben.

      Im übrigen, den jungen Familien, denen das nicht gefallen hat, haben Sie nicht die richtige Antwort geben können? Gefeiert wird nur die Heilige Eucharistie. Zum Schluss wird gefallenen Mitbürgern gedacht, die freiwillig (im Lichte der damaligen Zeit eben) oder mehrheitlich unfreiwillig Soldaten geworden sind. Was ist da anrüchig und nicht passend? Es wird kein Krieg verherrlicht! Da geht die Phantasie mit manchem Zeitgenossen durch! Sie hätten auch aus der Pastoralkonstitution zitieren können. So kompetent müssen Sie doch sein.

      Nur zu sagen, es gab Beschwerden, ist zu billig. Allein, dass man in der Messe Kritik an deren Gestaltung übt, ist schon undiplomatisch genug. Normalerweise haben sich die Pfarrer in Stockerau - ähnlich wie bei einer Coleurmesse - für die Gestaltung und den Beitrag dazu bedankt! Das lässt den Schluss auf "Berater" des Herrn Pfarrer zu!

      Keine Sorge, Herr Braunsteiner, ich möchte nicht PGR werden. Den Pazifismus und das Linkskatholikentum überlasse ich gerne anderen.

      Manchmal ist es aber notwendig aufzuzeigen, wie das Handeln kleiner Kirchenlichter im Widerspruch zu offiziellen kirchlichen Dokumenten und Aussagen steht.

      Mit christlichem Gruß

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    3. geri braunsteiner27. Januar 2014 um 22:50

      Auch dazu gestatten sie mir ein paar Anmerkungen:
      - es stimmt, dass es die Barbaramesse schon länger gibt, aber das heißt noch nicht, dass sie in dieser Form, und nur darum geht es hier, ewig so weiter bestehen bleiben muss. Die Kirche kennt in ihren äußeren Erscheinungsformen immer wieder Veränderungen um den Glauben zeitgemäß zu verkünden. So haben wir noch vor 50 Jahren den Gottesdienst auf Lateinisch gefeiert und das über eine lange Zeit und trotzdem hielt es das 2. Vatikanum für sinnvoll das zu ändern. Und auch das Lateinische war nicht der Ursprung der Liturgie, vorher feierten die Christen auf griechisch nur die Römer konnten nicht gut genug griechisch und änderten deswegen die Sprache. Vor dem Griechischen feierte Jesus mit seinen Jüngern sicher auf hebräisch, also müssten wir nach ihrem Verständnis heute auch auf hebräisch feiern.
      - dass die Ankündigung undiplomatisch ist sehe ich auch nicht, denn wahrscheinlich wissen sie nicht, dass es mit den Verantwortlichen Gruppierungen schon vorher Gespräche gegeben hat und dass es noch weitere Gespräche geben wird, wäre es ihnen lieber gewesen der Herr Pfarrer hätte stillschweigend irgendwann die Änderung einfach durchgeführt? So hat er allen Menschen in der Kirche die Möglichkeit gegeben sich zu diesem Thema zu Wort zu melden, so wie sie es hier tun.
      - die Verbindung mit Pazifismus und Links finde ich auch spannend, denn demnach war der Kommunismus und der Stalinismus nicht links, oder wie erklären sie mir dass im ehemaligen Ostblock so ein Kult um das Militär gemacht wurde?
      - dass sie nicht für den PGR kandidieren wollen finde ich schade und es ist überhaupt nicht meine Sorge, denn wenn sie mich kennen würden, wüssten sie, dass ich es immer sehr bereichernd finde wenn verschiedene Menschen, mit verschiedenen Hintergrund, an einem Tisch sitzen und um den richtigen Weg ringen. Das entspricht übrigens auch der Praxis von Jesus unter seinen Jüngern, seinen engsten Mitarbeitern war, Simon, ein Zelot, also einer der gegen die Römer mit Waffen kämpfte und Matthäus ein Zöllner, also einer der mit den Römern zusammenarbeitete (und diese beiden Gruppen waren alles andere als befreundet!!) und dann noch einfache Fischer Menschen aus dem Volk.
      - und zum Schluss: bitte zeigen sie mir in welchem kirchlichen Dokument steht, dass man die Barbaramesse in einer Messe am Sonntag Vormittag feiern muss.

      mit Gruß

      Geri Braunsteiner

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  2. Der letzte Satz ist zu streichen. Technischer Fehler!

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  3. Ich würde Sie sehr bitten, Ihren Namen zu nennen. Ich finde auf einer pfarrlichen Homepage anonyme Postings unpassend.

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Beranek

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