Samstag, 30. November 2013

Erhabene Mutter des Erlösers - Hörwege

Am Freitag, dem Fest des Hl. Nikolaus, gibt es wieder einen Gottesdienst der Reihe Hörwege zu Gott. Diesmal mit einer alten Marienantiphon Alma Redemptoris Mater. Herbert Lauermann, der Inventor dieser Serie, hat uns wieder eine Einführung zukommen lassen, die Lust auf einen Besuch am Freitag, dem 6.12 um 20 Uhr in der Pfarrkirche macht.



Abtei Reichenau
Alma redemptoris mater (Erhabene Mutter des Erlösers) ist die marianische Antiphon, die im Stundengebet der katholischen Kirche in der Advents- und Weihnachtszeit gesungen wird. Benannt ist die Antiphon nach den ersten drei Worten des lateinischen Textes, der vor 1054 von Hermann von Reichenau, einem Benediktiner der Abtei Reichenau, geschrieben wurde.



Lateinisch
Alma Redemptoris Mater,
quae pervia caeli porta manes,
et stella maris,
succurre cadenti,
surgere qui curat, populo:
tu quae genuisti, natura mirante,
tuum sanctum Genitorem,
Virgo prius ac posterius,
Gabrielis ab ore, sumens illud Ave,
peccatorum miserere.

Deutsch
Erhabne Mutter des Erlösers,
du allzeit offene Pforte des Himmels
und Stern des Meeres,
komm, hilf deinem Volke,
das sich müht, vom Falle aufzustehn.
Du hast geboren, der Natur zum Staunen,
deinen heiligen Schöpfer.
die du, Jungfrau davor und danach,
aus Gabriels Mund vernahmst das selige Ave,
o erbarme dich der Sünder.

Giovanni Pietro Aloisio Sante da Palestrina wurde um 1525 in Palestrina, einem kleinen Ort in der Nähe von Rom, geboren. Er erhielt seine Ausbildung in Rom, wo er bald zum Organisten und später zum Magister puerorum („Lehrer der Singknaben“) an der Peterskirche ernannt wurde. Schon bald erfreute er sich der besonderen Gunst sowohl von Papst Julius III., als auch von Papst Marcellus II. 1571 wurde Palestrina zum Komponisten der päpstlichen Kapelle und auch zum Kapellmeister der Peterskirche ernannt. Nach seinem Tod 1594 wurde sein Leichnam in der Peterskirche beigesetzt und sein Grab durch die Inschrift Musicae princeps („Fürst der Musik“) gekennzeichnet.
Palestrina hat im Laufe seines Lebens einen eigenen Kirchenstil geschaffen, der als hohe Stufe kontrapunktischer Satzkunst für alle weiteren Arbeiten dieser Gattung mustergültig und später unter dem Namen „Palestrina-Stil“ berühmt wurde. Seine zahlreichen Werke (über 600) sind fast ausschliesslich für den kirchlichen Gebrauch geschrieben.

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