Montag, 21. Oktober 2013

Diözesanversammlung aus Stockerauer Sicht

Nach dem Bericht von Monika Böckmann hier ein weiterer Bericht zur Diözesanversammlung von Franz Bauer. Diese Diversität bei den Berichten kann schon unterschiedliche Blickwinkel und Schwerpunkte ergeben und ist ein Zeichen der Pluralität unserer Kirche.

Die dreitägige Diözesankonferenz ging am Samstag mittags mit einer Sendungsmesse im Stephansdom zu Ende. Es waren drei Tage voll mit gemeinsamen Gebet, Gesang, Eucharistie, Treffen in Arbeitsgruppen, Präsentationen, Vorträgen, Austausch in den Pausen usw.

Unsere Pfarre war diesmal mit einem großen Team vertreten: Neben Pfarrer Markus Beranek und Kaplan Tomasz Iwandowski nahmen auch Karl Hochfelsner, Sigi Braunsteiner, Monika Böckmann, Stefanie Jungmayer und Franz Bauer, sowie Praktikant Fredrick Tanson Gbal und PA Alois Fischer teil. Steffi konnte leider nicht die ganze Zeit dabei sein, galt es doch seitens der kj den am Samstag stattfindenden Kathreintanz vorzubereiten. Und Tomasz musste am Freitag und Samstag in die Schule gehen, Schulschwänzen ist da wohl nicht möglich.

Wir haben viele Bekannte getroffen, etwa unsere ehemaligen Stadtpfarrer Matthias Roch und Karl Pichlbauer, die ehemaligen Kapläne Clemens Beirer, Adi Valenta, Moritz Schönauer, Peter Fiala oder den ehemaligen Pastoralassistenten Franz Stastni.

Wenn Kardinal Schönborn bei seiner Begrüßungsrede den Satz zitierte "Ich weiß zwar nicht die Lösung, aber ich bewundere das Problem", dann war von Anfang an klar, die Sache wird mit der nötigen Gelassenheit angegangen. Er sagte an anderer Stelle aber auch "Gott umarmt uns mit der Wirklichkeit" und darauf folgten die aktuellen statistischen Zahlen, basierend auf den Zählsonntagen (Stockerau konnte wohl keine repräsentative Zahl beisteuern, es war gerade Fernsehmesse).

Am Abend des Donnerstag gab es eine Podiumsdiskussion, bei der unser Pfarrer Markus Beranek als Vertreter der Priesterschaft teilnahm. Offen sprach er über seine Situation und Perspektiven. Der Entwicklungsprozess bedeutet Umbruch und Bewegung, sinnbildlich ein Leben im Wohnwagen. Wenn man bedenkt, dass dieser Prozess sicher 30 Jahre dauern wird, so kann man schon ausmalen, wie er in Pension gehen wird.

Am Freitag vormittag gab es Arbeitsgruppen zu 20 bis 30 Personen, bei 1500 Delegierten eine beachtliche Anzahl an Gruppen. Leitfaden war die Stelle aus APG, bei der Paulus vor Malta Schiffbruch erlitt (Apg 27). Die Fragen dazu versuchten die Bedeutung für die heutige Situation anzuregen: "Wie lernen wir in der Schule des Meisters das Kirche sein?". Die Ergebnisse wurden am Nachmittag präsentiert. Danach kam das große Impulsreferat von Kardinal Schönborn. Am Abend kamen beim Taufbecken verschiedene Gruppierungen und Aktionen zu Wort. Sie erzählten, welche Schritte sie schon gemacht haben und wo ein sichtbares Zeichen der Hoffnung gesetzt werden konnte.

Am Samstag vormittag ging es um das Thema "Wie geht es weiter?". Dies wurde von den drei Bischofsvikaren,  der Leiterin des Pastoralamtes Veronika Prüller Jagenteufel, weiteren Mitgliedern des Leitungsteams und schließlich von Kardinal Schönborn dargestellt (Sie können das nachlesen, die Links finden Sie unten).

In seinem Impulsreferat zur Sicht von außen ("ich bin ein Taufscheinchrist") brachte der ehemalige ZIB Moderator Gerald Gross Impule aus der Werbeindustrie ein. Die Kirche als eine 2000 jährige Marke mit dem Kreuz als Logo sei von unschätzbarem Wert. Ausgehend von der Marke Miele zeigte er, dass es wichtig ist, eine Marke so zu positionieren, dass ihre Werte fest assoziiert sind. Jetzt, wo die Werte Robustheit und Langlebigkeit auch auf andere Marken zutrifft, hat Miele durch sein Service trotzdem eine klare Spitzenstellung. Kann man bei der Kirche auch so einfach den Service anrufen? Anhand der Marke Sturbucks zeigte Gross, wie wichtig es ist, bei seinem Geschäft den Menschen in den (Werbe-) Mittelpunkt zu stellen ("we are not in the coffee business, serving people, but we are in the people business, serving with coffee") - people, dieses Thema müssen wir auch in der Kirche zentral sehen. Und anhand der Automarke Mini, bei der nach einem Service der Kleber "We 've missed you" am Steuer vorzufinden ist, zeigte er, dass diese Botschaft auch der Kirche gut tut.

Der folgende Impuls von Pater Elmar Mitterstieler zum gemeinsamen Priestertum aller (wirklich aller) war den Stockerauer PGR bereits bestens vertraut, referierte Pater Mitterstieler doch bei der letzten Pfarrgemeinderats-Klausur über dieses Thema - eines der Fundamente unseres Glaubens. Jedenfalls konnte man beim humorvollen Vortrag von Herrn Gross das Lachen von hinten bis vor in die erste Reihe hören, während man beim Impuls von Pater Mitterstieler - nach einer kurzen Einschwingphase - eine Stecknadel fallen hätte hören können, nicht nur in der ersten Reihe, sondern bis zur letzten Reihe.

Von Kardinal Schönborn kam auch die Ankündigung, dass nach dem Jahr des Glaubens ein Jahr des Gebets folgen soll - Motto "Einfach beten".

Unbedingt erwähnt werden muss die hervorragende Musik! Einmalig frisch und lebendig, aber auch mit sehr viel Fingerspitzengefühl, wie etwa beim Abschluss der Anbetungen. Einige Lieder sollten wir in unser Liederbuch übernehmen.

Bilder zur Diözesanversammlung finden Sie hier
-> Fotogalerie der Erzdiözese. (Bilderrätsel "Wie viele Stockerauer finden Sie auf dem Bild", etwa bei den Fotos von 'Der erste Abend' oder von 'Sendungsgottesdienst').

Diverse Artikel zum Thema finden Sie unter Link Erzdiözese.

(fjb)

1 Kommentar:

  1. Peter Fiala hat es nicht so besonders gefallen. Siehe https://www.facebook.com/peter.fiala.52
    Zitat: "Viele Ankündigungen und wenig Konkretes: eher enttäuschend!"

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