Freitag, 13. September 2013

Kirchenerneuerung


Die Restaurateure bei der Arbeit
Diesmal ist das kein Thema von Papst Franziskus oder Pfarrer Helmut Schüller, sondern ein ganz lokales und sehr weltliches Problem in unserer Kirche. Von der großen Restaurierung und Trockenlegung, die noch Pfarrer Karl Pichelbauer begonnen hatte, ist ja noch die Restaurierung des "falschen" Marmors seitlich des Hochaltares ausständig. Das wird jetzt gemacht. Dann ist die Kirche erneuert und wir können die Gemeindeerneuerung beginnen.

Kommentare:

  1. Herr Pfarrer Schüller könnte bei der Kirchenerneuerung mithelfen - ich meine aber nur die körperliche Mitarbeit in der Stockerauer Kirche.

    Für die Welt-Kirche Jesu Christi ist dagegen ausschließlich Jesus Christus selbst und sein Stellvertreter verantwortlich...

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  2. Wolfgang Flandorfer15. September 2013 um 20:19

    Pfarrer Helmut Schüller kommt übrigens im Rahmen der vierteiligen Vortragsreihe "Kirchenperspektiven" am 5. November zu einem Vortrag mit dem Thema "Reformen in der Kirche" zu uns nach Stockerau.

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    1. Und genau das ist mir ein Rätsel. Ein erklärter Gegner der römisch-katholischen Kirche wird eingeladen, damit er zum Ungehorsam aufrufen kann. In den USA bekam Herr Pfarrer Schüller - Gott sei Dank - Auftrittsverbote von hohen katholischen Geistlichen. Ich könnte mir zB niemals vorstellen, dass der Vorstand eines großen Wirtschafts-Konzerns einen Gegner des Unternehmens einlädt und ihm so auch noch eine "Bühne" gibt.

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  3. Ein Hinweis: Das Programm der Vortragsreihe "Kirchenperspektiven" (4 Vorträge) findet man unter http://goo.gl/4Qgp2Z

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  4. Dr. Ernst Lauermann16. September 2013 um 09:31

    ich freu mich sehr , dass Herr Pfarrer Schüller kommt, ein sehr bemerkenswerter Mensch, dem unsere Kirche am Herzen liegt, es sollte mehr von seiner Sorte geben

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    1. Ich glaube vielmehr, dass Herrn Pfarrer Schüller nicht "unsere Kirche am Herzen liegt", sondern vielmehr seine ganz persönliche Vorstellung von "Kirche", für die er Mitstreiter sucht.

      Wer sich dagegen auch an den Heiligen, also den wahren Experten, gegen die es letztlich auch keine Mehrheit gibt und geben kann, orientiert, wird feststellen, welch großer Graben sich hier auftut. Diese Positionen stehen sich diametral entgegen. Herr Pfarrer Schüller, aber etwa auch ein Herr Prof. Zulehner verwechseln leider Reformation mit Deformation.

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    2. Dr. Ernst Lauermann16. September 2013 um 13:31

      Es ist sehr schade, wie intolerant sich manche Gläubige, die sich noch dazu unter dem Deckmäntelchen "Anonym" verstecken, verhalten, die Zeichen der Zeit zu erkennen, steht in der Bibel, doch die Selbsterkenntnis ist wohl nicht die Stärke unserer KIrche, das sieht man ja oftmals mit welcher zwispältiger Moral gehandelt wird. "Gnothi seautón!" oder "Nosce te ipsum!", ist wohl das Schwierigste im Leben.

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  5. Bernhard Kozljanic16. September 2013 um 14:34

    Es ist schade, dass statt sachlichen (Gegen-)Argumenten gleich die "Intoleranzkeule" von Ihnen ausgepackt wurde. Da hätte ich schon ein bisschen mehr erwartet. Gerade der von Ihnen angemahnte Blick auf die "Zeichen der Zeit" läßt den rapiden Glaubensverfall erkennen.

    Die Katholische Kirche hat v.a. deswegen Schwierigkeiten, weil die so wichtige Einheit mit unserem Papst fehlt; viele Bischöfe, Priester, Diakone, Religionslehrer haben (leider) zu wenig Mut und/oder Glaubensstärke, die Lehre der Kirche authentisch, klar, unverfälscht und liebevoll zu verkünden. Viele fürchten sich vor dem "politisch korrekten" "Zeitgeist" und haben nicht mehr den Mut, etwa die Leuchtkraft des Zölibates, die Realpräsenz Christi in der Hl. Eucharistie, die Heiligkeit und Unauflöslichkeit der Ehe oder die Schönheit der reinen katholischen Sexualethik zu verteidigen (wie etwa: Warten bis zur Ehe, absolute Treue, natürliche Empfängnisregelung vs. Verhütung und Abtreibung); viele scheuen sich leider, Sünden klar als solche zu benennen und auf deren Gefahren hinzuweisen (wie etwa beim Sex außerhalb der Ehe - darunter fällt bspw. auch die praktizierte Homosexualität).

    Jeder gute und erfahrene Bergführer warnt vor Gletscherspalten. Und Geistliche, d.h. Seel-Sorger müssen sich um die Seelen sorgen und mit klaren aber liebevollen Worten vor den "Gletscherspalten der Seele" (=Sünden) warnen! Wenn sie das nicht mehr tun, sind sie wie Bergführer, die ihre Schützlinge in die Spalten stürzen lassen...

    Der Friede sei mit Ihnen, Herr Dr. Lauermann!

    Mit bestem Gruß,
    Bernhard Kozljanic

    P.S.: Anonymes Bloggen ist nicht immer schlimm und sollte auch zugelassen werden, wenn man sich eine rege Forums-Diskussion wünscht; es sollte doch v.a. um Argumente und weniger um Namen etc. gehen.

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    1. Dr. Ernst Lauermann16. September 2013 um 18:29

      Sehr geehrter Herr Kozljanic, danke dass Sie Ihre Anonymität aufgegeben haben, Sie vertreten eine Welt die es leider nicht mehr gibt, Sie haben in vielen Dingen teilweise Recht, ich leide persönlich auch sehr oft unter dem sichtbaren Werteverfall, allerdings, wenn wir das II. Vatikanum betrachten, hätten viele Dinge, die Herr Schüller anspricht durchaus umgesetzt werden müssen, was nicht geschehen ist, die Hoffnung liegt beim jetzigen Papst, der mit Sicherheit eine offenere Sicht der Dinge hat, nur mir ist es völlig klar, dass unsere Kirche nicht auf jeden Rülpser unserer tage reagieren kann, aber die zeit wo man in Jahrhunderten gedacht hat ist halt auch nicht förderlich. Würde mich geren einmal mit Ihnen persönlich unterhalten
      liebe Grüße
      Ernst Lauermann

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    2. Bernhard Kozljanic16. September 2013 um 20:24

      Sehr geehrter Herr Dr. Lauermann,

      besten Dank für Ihre Antwort. Unsere "beiden" Päpste verbindet ein äußerst herzliches Verhältnis; auch wenn sie unterschiedliche Charismen haben, theologisch "passt kein Blatt dazwischen". Ihr jeweiliger "Kompass" mag unterschiedliche Gehäusefarben haben, die Nadel aber zeigt bei beiden Päpsten den exakt selben Weg zu Gott. Manche Journalisten wollen hier leider substantielle Gegensätze hinein konstruieren, die es aber nicht gibt – Gott sei Dank. In den Medien (noch) vollkommen unerwähnt ist etwa auch die Tatsache, dass unser Papst Franziskus in seinen ersten Predigten und noch immer überraschend (erfreulich) oft vom Teufel gesprochen hat und spricht. (Das nur nebenbei.)

      Die große Gefahr einer "Schüller-Zulehner-Wir sind Kirche etc."-Kirche liegt in ihrem Logik-Fehler: "Weil die Menschen heute nicht mehr machen, was die Kirche lehrt, solle die Kirche nun lehren, was die Menschen machen." Das bringt uns in den Teufelskreis des Relativismus, von dem Papst Benedikt so unermüdlich gewarnt hat.

      Beten wir also alle gemeinsam, dass die Kirche Jesu Christi auf dem Weg der Heiligen bleibt, die immer auch wahre Experten sind. Und bald haben wir im seligen Papst Johannes Paul II. einen weiteren, der vom Himmel aus mithelfen wird.

      Gerne würde ich mich mit Ihnen zu einem Gespräch zusammensetzen; ich melde mich bei Ihnen. Vor kurzem erst waren wir ja "beide" am Michelberg; diese Bergmesse war wieder ein großes Geschenk!

      Mit besten Grüßen,
      Bernhard Kozljanic

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    3. Dr. Ernst Lauermann17. September 2013 um 06:56

      danke für Ihre Antwort, ich sehe schon dass Sie sich sehr um unsere Kirche Sorgen machen, das auch mit Recht, doch bin ich der Meinung, dass eben viele Wege zum Ziel führen, der Michelsberg ist für mich immer ein ganz besonderer Ort der Nähe zu Gott und zum Erzengel
      liebe Grüße
      ernst lauermann

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  6. Bernhard Kozljanic17. September 2013 um 10:51

    Auf die Frage "Wie viele Wege gibt es zu Gott?" meinte der emeritierte Papst Benedikt XVI. "So viele, wie es Menschen gibt". Das heißt nun aber nicht, dass alle Wege zu Gott führen, was oft verwechselt wird. Wir müssen also aufpassen, von wem wir uns welchen "Kompass" geben lassen, damit wir letztlich auch dieses eine Ziel erreichen - Ein "Schüller-Kompass" (stellvertretend auch für ähnliche Gruppierungen) dürfte jedenfalls nicht allzu verlässlich sein; die "Nadel", die durchaus ungehorsam ist, scheint sogar zu rotieren.

    Ich halte mich voller Freude und Zuversicht an den "Kompass" der römisch-katholischen Kirche. Auf ihn ist Verlaß. 100 %-ig!

    Mit liebem Gruß,
    Bernhard Kozljanic

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