Mittwoch, 14. August 2013

Nächstenliebe neu interpretiert

Foto: Katrin Bruder
Eine interessante Facette der "Wahlschlacht" um die Stimmen der "Nächsten".

Die Ordensgemeinschaften Österreich stellen klar: Wer Bibelaussagen in ihr Gegenteil verdreht, dem fehlen politische Argumente. Propst Maximilian Fürnsinn und Schwester Beatrix Mayrhofer äußern sich in der aktuellen Wahlkampf-Bibeldebatte.

"Liebe deinen Nächsten? Liebe deine Feinde!" so heisst die headline der beiden Ordensleute zum aktuell diskutierten Wahlkampfplakat.

Lesen Sie die den Beitrag der Ordensleute auf der Seite der österreichischen Orden.

Dazu noch ein origineller ("aggiornamento") Beitrag in facebook als kritischer Kommentar zum Artikel über die Plakatpräsentation:
Magdalena Prem Da stand ein Jurist auf, und um Jesus auf die Probe zu stellen, fragte er ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz? Was liest du dort? Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst. Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach und du wirst leben. Der Jurist wollte seine Frage rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster?
Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging vom 21. Wiener Gemeindebezirk in den 23. Bezirk hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halb tot liegen. Zufällig kam eine Ministerin denselben Weg herab; sie sah ihn und ging weiter. Auch ein Nationalratsabgeordneter kam zu der Stelle; er sah ihn und ging weiter. Dann kam ein Mann aus Pakistan, der in Österreich Zuflucht gefunden hatte. Als er ihn sah, hatte er Mitleid, ging zu ihm hin, desinfizierte seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf seinen Rücken, brachte ihn in das nächste Krankenhaus und schaute, dass er dort versorgt wurde. Was an Medikamenten zu bezahlen war, bezahlte er von seinem kleinen Taschengeld. Was meinst du: Wer von diesen dreien hat sich als der Nächste dessen erwiesen, der von den Räubern überfallen wurde? Der Jurist antwortete: Der, der barmherzig an ihm gehandelt hat. Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle genauso.
Nach Lk 10,25-37

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