Sonntag, 4. August 2013

Du Narr..


Kaplan
"Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?", sagt Jesus zu den Menschen seiner Zeit. Und das Thema Reichtum, Vermögen, Habgier stand auch im Mittelpunkt der heutigen
Sonntagspredigt in der Halbzehnuhrmesse, die Kaplan Thomasz Iwandowski mit den Gläubigen gefeiert hat. Wir sind gegen alles versichert, gegen Unfall, gegen Haftung, gegen Unglücke, gegen das Lebensrisiko und doch werden wir eines Tages unerwartet diese Welt verlassen und so gar nichts mitnehmen können. "Jesus sollte eine unserer besten Versicherungspolizzen sein", so schloß Tomasz seine Predigt ab.

Das Thema ist sicher kein Sonderthema unserer Zeit, es gab dies seit die Welt existiert, aber es steht doch gerade 2013 im Fokus unserer Katholischen Kirche, wenn man die vielen Aussagen unseres neuen Papstes Franziskus in den paar Monaten seiner Amntszeit vorüberziehen lässt. Da wird noch allerhand kommen...

Text des Evangeliums:
In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen.
Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht?
Dann sagte er zu den Leuten: Gebt acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, daß ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluß lebt.
Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte.
Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll.
Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen.
Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iß und trink, und freu dich des Lebens!
Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?
So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.

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