Samstag, 24. August 2013

Assisireise - Teil 2

 Heute ist der letzte Tag unserer Assisireise, wir sitzen im Bus auf dem Weg nach Hause. Zu schnell ist die Zeit vergangen, mit viel Abwechslung.

Wie schon beim ersten Teil dargestellt ging es am Dienstag nach Orvieto, einer alten Stadt, die stark befestigt auf einem Berg liegt. Kaplan Tomasz hat für diesen Tag das Programm vorbereitet und uns kompetent durch die Stadt geführt. Orvieto war bereits ein bedeutender etruskischer Ort, bevor es von den Römern erobert wurde, bedeutend für seinen Wein und Keramikarbeiten. Mit dem Schrägaufzug ging es hinauf zur Stadt und natürlich zuerst mal in den Dom. Danach führte uns Tomasz durch die Altstadt und in einer kurzen ( :-) ) Runde ausserhalb der Stadtmauern wieder zurück, wo der Bus bereits geduldig wartete. Auf Grund der fortgeschrittenen Tageszeit wurde die Reise nach Bolsena zu einem kurzen Badeaufenthalt umfunktioniert (einmal in die Fluten und zurück).

Der Mittwoch stand unter dem Zeichen des Kreuzes; so hat Reiseleiter Pfarrer Markus Beranek das bekannte Kreuz von S. Damiano ausgelegt und so auf den Tag vorbereitet. Wieder ging es nach Assisi, diesmal zuerst nach S. Chiara (Kirche der Hl. Klara), wo auch das originale Kreuz betrachtet werden kann. Es ist dies jenes Kreuz, vor dem Franziskus seine Berufung in S. Damiano erfuhr. Die Hl. Klara folgte Franziskus nach und gründete den ersten Frauenorden (ihre Ordensregeln wurden vom Papst erst einen Tag vor ihrem Tod bestätigt). Unsere Assisi-erfahrene Rosa übernahm wieder die Führung durch weitere Sehenswürdigkeiten in Assisi. So ging es auch rauf zur Rocca (Burg), die bereits eine Befestigung von Friedrich Barbarossa war, bevor die Bewohner von Assisi sie zerstörten. Nach dem Abendlob betracheten wir den Sternenhimmel als Teil der Schöpfung. Die Erklärung der wichtigsten (sichtbaren) Sternbilder samt ihrer griechischen Mythen rundeten den Tag ab.

Am Donnerstag ging es rauf zu der auf etwa 800 Meter gelegenen Einsiedelei Carceri (dt. "Kerker), für uns Hatscheri (wir sind von Assisi aus per pedes über Stock und Stein direttissima aufgestiegen). An diesen Ort der Stille hatte sich Franziskus oft zurückgezogen. Wir feierten eine Hl. Messe in der Krypta, ein unvergessenes Erlebnis. Nach dem Abstieg stand die Zeit für individuelle Vertiefung zur Verfügung.
Nach dem Abendessen und Abendlob hatten wir Gelegenheit, Assisi bei Nacht zu erleben. Wie gut, dass gerade Mittelalterfest war, wo am Platz vor dem Minerva-Tempel mittelalterliche Lautenspielerinnen und Trommler, sowie Feuerschlucker und Schwertkämpfer zu sehen waren.

Am Freitag ging es schließlich nach S. Maria degli Angeli. Über dem ursprünglichen Kirchlein Portiuncula, das nahe dem Ort steht, an dem Franziskus starb, wurde im 16. Jhdt. diese gewaltige Basilika errichtet. Der Kontrast zwischen der gewaltigen, prunkvollen Basilika und dem kleinen, bescheidenen Kirchlein darin versinnbildlicht sehr schön die Gegensätze und Spannungen, wie sie auch im Leben von Franziskus zu finden sind. Die Basilika ist seit 1986, als Papst Johannes Paul II. erstmalig zum Gebet für den Frieden lud, immer wieder ein Treffpunkt der verschiedenen Religionen.

Fotos und eine Betrachtung zu Franziskus und Klara kommen dann in einem abschließenden Artikel.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wir freuen uns über jeden Kommentar. Und da wir mit konkreten Menschen kommunizieren wollen, bitten wir Sie, nicht anonym zu kommentieren.