Sonntag, 14. Juli 2013

Gedanken zum Samariter

Das heutige Sonntagsevangelium gehört zu den bekannteren Stellen des neuen Testaments. Das Evangelium vom barmherzigen Samariter (Lukas 10, 25-37).
In der heutigen Halbzehnuhrmesse brachte unser Pfarrer Markus Beranek in seiner Predigt drei interessante Beobachtungen zu dieser Stelle, die wahrscheinlich zeitlos gültig sind
  • Man muss seine Augen aufmachen, um die Not anderer zu erkennen und entsprechend zu handeln. Das schaffte nur der reisende Vertreter aus Samaria.
  • Dieses Sehen und Handeln hat keine Grenze an der Grenze der eigenen Nation, der eigenen Familie. Der Mann aus Samaria, ein Samariter, ein Volk, das für die Juden im damaligen Palästina ein Volk von Ausländern und "Underdogs" ist, sieht den Mann, der von den Räubern mitten in der Wüste zwischen Jerisalem und Jericho halbtot geschlagen wird und schaut nicht, ob der Hilfsbedürftige seinesgleichen ist.
  • Man kann und soll aber auch die Grenzen seines Helfens erkennen und auch andere in die Hilfe einbinden. Denn der Reisende hatte seinen Beruf, ging nicht in der Hilfe auf und reiste am nächsten Tag weiter, aber er beauftragte den Gastwirt mit der weiteren Hilfe.
Das lässt sich durchaus ins 21. Jahrhunder transponieren. Wegschauen ist auch heute ein beliebtes Mittel. Geben wir das Geld doch im eigenen Land aus und unterstützen wir nicht "andere" ist eine verbreitete Meinung. Und viele Hilfsbereite opfern sich dann aber auch für andere auf und gehen dabei fast selbst zugrunde.

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