Samstag, 29. Juni 2013

Herzlich Willkommen in der Europäischen Union!

Dom in Zagreb
Quelle: Wikipedia
Ab Montag, dem 1. Juli, ist Kroatien Mitgliedsland der Europäischen Union.
In unserer Pfarre Stockerau ist ja die kroatische Volksgruppe mit einer eigenen Sonntagsmesse sehr aktiv. Die Statistik (aus dem Integrationsbericht der Stadt Stockerau von 2012) sagt uns, dass es in Stockerau 98 kroatische Staatsbürgerinnen und Bürger gibt, das sind 0,56% der Stockerauer Bevölkerung. Aber viele unserer aus Kroatien stammenden Mitbürgerinnen und Mitbürger sind ja schon lange da und bereits österreichische Staatsbürger.

Ein paar Zahlen zum Vergleich (die Zahlen stammen aus Wikipedia):

Land
Fläche
km
2
Einwohner Mio.
Einwohner/
km2
BIP/Kopf
US $
Katholiken
%
Kroatien
56.542
4,5
79
18.014
88
Österreich
83.878
8,4
101
41.822
63


Kardinal Bozanić
Kroatien ist mit 88% Anteil der Katholiken im Land (Volkszählung 2001) ein sehr katholisch orientiertes Land. Einen vergleichbaren Anteil (87%) hatten wir in Österreich letztmals 1971. Es gibt in Kroatien 5 Erzdiözesen (Zagreb, Split-Makarska, Rijeka,  Đakovo-Osijek und Zadar - zum Vergleich in Österreich Wien und Salzburg) und 14 Diözesen (in Österreich 7). Der Bischof von Zadar, Josip Bozanić, trägt als einziger der Bischöfe den Kardinalstitel.

Ein sehr nettes Willkommen-Video der Kommision der Europäischen Union gibt es hier im Internet, wo Sie auch ihre EU-Fähigkeiten trainieren können und die Vielfalt unserer EU erleben.

Die EU wird ja von vielen - so wie uns vermittelt wird auch in Kroatien - nicht besonders geliebt und positiv beurteilt. Dennoch ist es einmaliges Experiment der Weltgeschichte: Reichere Länder geben freiwillig einen (kleinen) Teil ihrer Wohlhabenheit an Regionen ab, in denen es den Menschen noch weniger gut geht. So eine Idee des freiwilligen "Ausgleiches" hat es in der Geschichte der Erde noch nie gegeben. Es war sicherlich der Einfluß christlicher Politiker nach den Gräueln der zwei Weltkriege, die diese Idee eines geeinten Europas in die Welt setzten und so Voraussetzungen für eine schon lange dauernde Zeit des Friedens in Europa schafften. Und es wirkt, denn die Statistik über die Jahre zeigt, dass dies in der Europäischen Union zu einer Verringerung der Unterschiede zwischen den Regionen (und natürlich auch der Länder) geführt hat. Burgenländer und Waldviertler werden das zum Beispiel am eigene Leib verspürt haben...

Dazu noch eine Stelle aus dem Korintherbrief des Apostels Paulus (2 Kor 8,7.9.13-15):
Es geht nicht darum,  dass ihr in Not geratet, indem ihr anderen helft; es geht um einen Ausgleich. Im Augenblick soll euer Überfluss ihrem Mangel abhelfen, damit auch ihr Überfluss einmal eurem Mangel abhilft. So soll ein Ausgleich entstehen, wie es in der Schrift heißt: Wer viel gesammelt hatte, hatte nicht zu viel, und wer wenig, hatte nicht zu wenig




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