Sonntag, 9. Juni 2013

Bibelcafe: Steh auf!

Und schließlich fand heute nach der Messe das monatliche Bibelcafe statt, auf Grund des guten Wetters im Pfarrgarten. Die Gestaltung und Leitung war diesmal wieder Chefsache. Die beiden Textstellen aus dem Alten Testament und Evangelium (siehe ->Lesungen des Tages) wurden nochmals gelesen verinnerlicht und waren Ausgangspunkt einer intensiven Diskussion. In beiden Textstellen geht es um je eine Frau, deren Sohn stirbt. In beiden Fällen wird Anteil genommen und der Sohn zum Leben erweckt, im Buch der Könige vom Propheten Elija, im Evangelium von Jesus.

Rasch drehte sich das Gespräch um das Thema Wunder und was denn ein Wunder ausmache. Es genügt nicht, dass das Geschehene nicht erklärbar ist (im Sinne von Naturgesetzen bzw. Kausalketten als logische Abfolge von Ursache und Wirkung). Es wird erst dadurch zum Wunder, dass es angenommen wird (die Bibel berichtet an anderer Stelle, dass Jesus keine Wunder wirken konnte, weil das Volk ab lehnend voreingrestelt war). So wird es zur Offenbarung des Heilswirkens Gottes, wie ein Lichtstrahl aus dem Himmel durch die Wolkendecke unserer irdischen Existenz. Oder einfach gesagt: ein Wunder ist eine kleine lokale Kopie von Ostern.

Daneben kamen aber auch andere Fragen, etwa warum eine Wunderheilung gerade bei dem einen Menschen und nicht bei einem anderen (warum nicht bei mir)? Oder warum nimmt Gott der Witwe den Sohn, um es dann gleich wieder zurück zu geben (ändert Gott seine Meinung)?

Alles in allem wieder wichtige und interessante Themen, die andiskutiert wurden. Das Bibelcafe zeigt, dass die Bibel lebt und dass es viele Zugänge und Interpretationen gibt.

Bildquelle: Barbara Großmann / pixelio.de

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