Sonntag, 26. Mai 2013

Prophetisches

Wir leben in einer Zeit des Umbruches, sinkende Zahlen bei Beitragsstellen, bei Kirchenbesuchern, das Ende der Staatskirche wird heraufbeschworen. Das sei charakteristisch für unsere heutige Zeit. An die jetzigen Umstände hätte man doch vor 40 Jahren nicht im Traum gedacht, oder? Wie treffend ist da das folgende Zitat:
Aus der Krise von heute wird auch dieses Mal eine Kirche morgen hervorgehen, die viel verloren hat. Sie wird klein werden, weithin ganz von vorne anfangen müssen. Sie wird viele der Bauten nicht mehr füllen können, die in der Hochkonjunktur geschaffen wurden. Sie wird mit der Zahl der Anhänger viele ihrer Privilegien in der Gesellschaft verlieren. (…) [Die Kirche] wird es mühsam haben. (..) Es wird sie arm machen, zu einer Kirche der Kleinen sie werden zu lassen. Der Vorgang wird umso schwerer sein, als sektiererische Engstirnigkeit genauso wird abgeschieden werden müssen wie großsprecherische Eigenwilligkeit. Mann kann vorhersagen, dass dies alles Zeit brauchen wird.
Vortrag von Joseph Ratzinger beim Hessischen Rundfunk am 25. Dez 1969, ediert in den gesammelten Schriften als ‚Wie wird die Kirche im Jahre 2000 aussehen?’, Gesammelte Schriften 8/2 Seite 1.159 ff.

Gesehen in einem Artikel auf dem Blog von Pater Hagenkord SJ (Radio Vatikan Blog):

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