Montag, 20. Mai 2013

Firmsakrament in Stockerau

Samstag und Sonntag gab's bei uns Firmung mit Weihbischof DDr. Helmut Krätzl. Samstag, als eigenständiger Firmungstermin angesetzt, füllten die Firmlinge mit ihren Angehörigen die Stadtpfarrkirche. Der Sonntags-Termin wurde bewusst mit der Halbzehner-Messe so angesetzt, dass die Firmung in die Sonntagsmesse der Pfarrgemeinde integriert ist. Auch hier musste man für einen Sitzplatz früh kommen.

Die Firmung gemeinsam mit der Gemeinde zu feiern ist ein bewusstes und schönes Zeichen, das gewählt wurde. Denn die Firmlinge können der Gemeinde viel geben. Sind doch sie es, in denen die Zukunft der Kirche liegt. Sie stellen sozusagen die nachrückenden Reihen dar. Aber auch für die Firmlinge ist es wichtig zu sehen, dass sie in der Gemeinde eingebettet sind, dass die Pfarrgemeinde Heimat für sie ist.

So führte unser Bischof in der Predigt aus, dass in der heutigen Jugend Gott ein zentraler und wichtiger Begriff ist, allen Unkenrufen zum Trotz, auch wenn der Umgang mit der Institution Kirche heute ein anderer ist. Dies geht aus den Briefen hervor, die die Firmkandidaten im Rahmen der Firmvorbereitung geschrieben haben. In jeder Faser der Predigt konnte man die Wertschätzung für die jungen Menschen spüren. Als Ebenbild Gottes wurden sie treffend bezeichnet. Und dass Gott sie angenommen hat, noch bevor ihre Eltern sie gezeugt haben. Auch ist das soziale Engagement der Jugend ein Hoffnungsschimmer in unserer Gesellschaft. Deutlich wurde dies etwa, wenn im Rahmen der Firmvorbereitung Firmlinge in die Arche (ein Altersheim) gingen und für die Alten und Gebrechlichen in unserer Gesellschaft da waren.

Folgender Text vor der Erneuerung des Taufversprechens, das die Spendung des Firmsakraments einleitete, fasst die Bedeutung der Hl. Firmung schön zusammen:
Heute, am Tag unserer Firmung soll unser Glaube "Hand und Fuß" bekommen. Wir machen uns mit dem Licht, das wir am Anfang unseres Lebens erhalten haben, eigenständig auf den Weg.
Damit Gottes Geist uns dazu stärkt, wollen wir heute erneut zu einem Leben mit Gott "Ja sagen".
Die musikalische Untermalung während der Firmspendung kam von unserem neuen Jugendchor, der die musikalische Gestaltung der Messfeier innehatte. Wirklich beeindruckend, da dürfen wir uns hoffentlich auf weitere Darbietungen freuen!

Hier nochmals der Meditationstext zu den Gaben des Heiligen Geistes, der als Antwort auf die Lesung von Firmlingen vorgetragen wurde:
Guter Gott, die Gaben des Heiligen Geistes bringen Feuer zur Erde. So erkennen wir deine liebevolle Gegenwart und sehen, was "du" uns durch deinen heiligen Geist wirklich schenkst: 
Dein heiliger Geist bedeutet Liebe. Liebe, die spürbar wird unter Freunden, die sich helfen, die einander zuhören, sich einander annehmen oder auch trösten.
Dein heiliger Geist bedeutet Friede. Friede, der Familien, Gruppen oder Schulklassen hilft, eine wohltuende und anerkennende Atmosphäre zu schaffen, in der es keine Ausgrenzung und Verurteilung mehr gibt.
Dein heiliger Geist bedeutet Freude. Freude über das Leben, Freude über deine Liebe, Freude über die Gesundheit, die Freunde, die Eltern, die Natur, Freude über alles, was uns geschenkt ist und gut tut.
Dein heiliger Geist bedeutet Geduld. Geduld mit mir selbst, aber auch Geduld mit den anderen. Dass ich mit Veränderungen zum Guten rechne, ohne den anderen oder mich selbst unter unmenschlichen Druck zu setzen.
Dein heiliger Geist bedeutet Freundlichkeit. Freundlichkeit zu mir selbst und meinen Mitmenschen, dass ich allen wohltuend und wertschätzend gegenüber trete, was zu einem frohen Miteinander beiträgt.
Dein heiliger Geist bedeutet Treue. Treu zu anderen zu stehen, ihnen Vertrauen zu schenken, auch wenn es nicht gerade leicht ist; aber auch Treue zu mir selbst und zu meiner persönlichen Meinung.
Dein heiliger Geist bedeutet Sanftmut. Sanftmut mit mir selbst und mit allen anderen. Der Mut, einander nicht brutal und gemein, sondern fair und wertschätzend zu begegnen. Sanftheit ist der Mut zur Zartheit, auch zur Zärtlichkeit. Dein Heiliger Geist trägt und hält uns sanft, und dochj bestimmt. Er lässt uns nicht fallen, sondern gibt uns Anstoss, Gutes zu tun.
Diese Gaben deines heiligen Geistes mögen sich immer mehr unter uns entfalten, sodass wir immer wieder ein Stück Himmel auf Erden erleben dürfen.
Jedenfalls einen herzlichen Glückwunsch an alle Firmlinge und Gottes Segen für Euren weiteren Lebensweg! Ihr könnt nicht zum Heiligen Geist beten, weil er ist schon in Euch, wenn Ihr betet.

Fotos zur Firmung werden in einem separaten Artikel nachgereicht.

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