Samstag, 20. April 2013

HÖR-WEGE zu GOTT - Alleluja

Schön, anregend und entspannend waren sie, die gestrigen  Hör-Wege zu Gott, einem meditativen Gottesdienst zu abendlicher Stunde, bei dem wir das Wort Gottes in Verbindung mit großer Musik erleben durften. Die abendliche Zeit war so angesetzt (20 Uhr), dass jedermann die knappe Stunde als Hauptabendprogramm erleben konnte; welch herrliche Alternative zu TV!

Die ungeheure Kraft der Musik, die Herbert Lauermann schon zum neunten mal vorbereitete, zusammen mit dem Predigt-Impuls von Pastoralassistent Manfred Plattner, eröffneten dem Zuhörer die Möglichkeit, in die Tiefe des Wortes Gottes vorzudringen. Das diesmalige Thema war der Lobpreis Gottes, das Halleluja. Der gläubige Mensch versteht sich ja als lobpreisender Mensch, allerdings nicht für sich allein, sondern in Gemeinschaft mit anderen. Dieser Lobpreis, das Alleluja, ertönt erstmals in der Osternacht und wird dann über das ganze Kirchenjahr wiederholt.

Der musikalische Höhepunkt, zum Thema passend, war das Alleluja von Randell Thompson, ein Stück für bis zu 7 stimmigen gemischten a cappella Chor. Das Werk wurde von Serge Koussevitzky, Direktor des Tanglewood Festival, für die Eröffnung des Berkshire Music Center (USA) beauftragt. Anfang Juli 1940 komponiert, fand kurz dananch die Weltpremiere im Berkshire Music Center statt.

Der Auftraggeber wollte eine "Fanfare für Stimmen" für die Eröffnung. Aber anstatt der von ihm erwarteten fröhlichen Arbeit schrieb Thompson ein ruhiges und weitgehend introvertiertes Stück. Thompson wurde dazu durch den Krieg in Europa veranlasst; ein festliches Stück zu schreiben schien ihm unangemessen. Der Text des Werkes besteht, bis auf das abschließende "Amen", ausschließlich aus dem Wort "Halleluja" (= Lobt Jahwe!).

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wir freuen uns über jeden Kommentar. Und da wir mit konkreten Menschen kommunizieren wollen, bitten wir Sie, nicht anonym zu kommentieren.