Sonntag, 14. April 2013

Familienmesse und Bibelcafe

Gerd Altmann / pixelio.de

Bei der heutigen Familienmesse (siehe vorherigen ->Artikel) präsentierte sich der Wortgottesdienst wieder in neuem Gewand. Wie schon am Ostermontag, so spannte das Evangelium den Rahmen auf: der Gottesdienst begann mit dem ersten Teil des Evangeliums und endete mit dessen zweitem Teil. Das heutige Evangelium (Joh 21, 1-19) bietet sich dazu ja geradezu an. Es wurde sehr schön für die Kleinen aufbereitet, die mit Diakon Tom in die Mitte der Kirche zogen, um zu fischen. Sinnbildlich für Jesus am Rande des Sees von Tiberias stand der Prister am Altar und rief den Kindern zu. Als die Fürbitten kamen, dämmerte es wohl einigen Erwachsenen, dass dies der Abschluss des Wortgottesdienstes ist. Die angekündigte und beworbene Predigt von Diakon Tom, auf die sicher einige warteten, war aber bis dahin nicht zu hören.

Nach so viel Neuem folgte die Eucharistiefeier, bei der man sich an Gewohntem orientieren konnte. Nach der Hl. Kommunion folgte schließlich der zweite Teil des Evangeliums (dreimaliges "Weide meine Lämmer"). Darauf ging Diakon Tom dann in der Predigt auch ein und zeigte, dass Petrus wirklich dreimal brauchte, um den Sinn dessen zu begreifen (auch wir brauchen wohl mindestens dreimal).

Insgesamt war diese Messe wieder eine schöne Mischung von neuen Elementen, von überrraschenden Weglassungen (Mut zur Lücke) und gewohnten Teilen, an denen man sich orientieren konnte. Für mich war es insgesamt wie eine musikalische Komposition, bei der die Töne in verschiedene Richtungen davonzueilen scheinen und sich dann doch harmonisch zu einem Ganzen zusammenfinden.

Nach der Hl. Messe versammelte sich wieder ein interessierter Kreis zum monatlichen Bibelcafe im Pfarrzentrum. Beim Bibelcafe werden die Tagestexte nochmals besprochen und von allen Teilnehmern diskutiert. Heute zeigte sich besonders, dass das Evangelium nicht etwas ist, das man wie einen historischen Text diskutieren kann, sondern dass es ein Kristallisationskeim für lebendigen Gedankenaustausch ist. So kamen auch Themen wie die Bedeutung der Beichte in der heutigen Zeit hervor, selbst das Thema Fegefeuer wurde ganz kurz andiskutiert.

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