Mittwoch, 13. März 2013

Österreichs Redaktionsstuben


In  diePresse.com hat Michael Fleischhacker einen interessanten Kommentar geschrieben (Danke an Franz Bauer für den Hinweis). Er müsste als erfahrener Journalist bis zum Chefredakteur in verschiedenen Redaktionsstuben ja Bescheid wissen.  Es geht zwar in diesem Kommentar primär um die Qualität der Konklave-Berichterstattung, aber mich hat eine grundsätzliche Aussage betroffen gemacht:
"...Die Wahrheit ist: Wir [Journalisten] haben keine Ahnung, weder von den Mechanismen in den Führungsetagen der römisch-katholischen Kirche, noch von den Mustern und Inhalten der Interaktion unter den Wahlberechtigten, eigentlich nicht einmal in Grundzügen von der Organisation, um die es geht. Ist aber so: Es gibt in Redaktionen kaum noch Menschen, die die katholische Kirche nicht für eine skurrile Ansammlung von wirklichkeitsfremden Idioten mit kinderschänderischen Neigungen halten, deren Noch-Existenz sie für ein im Grunde unverzeihliches Versäumnis der Evolution halten..."
Stark, wenn es wirklich so sein sollte. Den ganzen Kommentar können Sie hier lesen, wenn Sie ihn neben der Werbung entdecken können.

Und die Frage ist natürlich: Wie reagieren wir als Katholische Kirche?

Kommentare:

  1. Wunderbar! Selbsterkenntnis ist schon was Tolles! Dann sollte Hr. Fleischacker seinen Computer abdrehen und die Zeit anderweitig sinnvoller nützen, als so ein präpotentes Geschreibsel zu verbreiten. So einen Blödsinn hab ich schon lange nicht mehr gelesen. Und die Kommentare, die zu dem Artikel gepostet wurden, sind auch z.T. nicht ohne. Da kann man nur fassungslos den Kopf schütteln.

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  2. Das ist wieder typisch für Funktionäre der Kirche. Unsachlichkeit! Es besteht ein Unterschied zwischen Eigeneinschätzung und Fremd-einschätzung. Frau Trabauer will ihre eine kleine, heile Welt nicht zerstört wissen. Das machen viele (auch in der Politik, wenn diese nur die gedruckte Parteimeinung lesen!). Die öffentliche Einschätzung ist aber eine andere. Wer sich zum r.k. Glauben bekennt gehört in Österreich einer Minderheit an! Das sollten Pfarrfunktionäre einmal zur Kenntnis nehmen und nicht über den Redakteur herfallen,
    der dankenswerter Weise aus dem Nähkästchen plaudert. Die Ansicht von Frau Trabauer beweist keinen Weitblick.

    Die Öffentlichkeitsarbeit der Kirche findet von nicht bis kaum statt.
    Man hört zwar in den Massenmedien von einem gewissen Monsignore Schüller (er hat sicher wem im ORF) aber nichts von den Bischöfen oder ähnlichen Amtsträgern. Diese haben das Mittel der Verkündigung Fernsehen oder Boulvardpresse noch nicht entdeckt ... Da kann auch die gut gestaltete homepage der Pfarre Stockerau nichts ändern, denn die lesen wieder nur die von der kleinen, heilen Welt ... Da ist es schon ein Ereignis wenn Frau Bratusa eine Schuhsole verliert ...

    Die Christenverfolgung in der Welt müsste auch noch in das Bewusstsein eindringen. Wenn man sagt, dass u.a. der Islam (neben anderen Strömungen) diese durchführt, heißt es von den Mitgliedern der kleinen, heilen Welt: "Neben mir wohnen islamgläubige. Die sind so wie wir!" Ob solcher Naivität kann man nur sagen, tja wo nichts ist hat der Kaiser das Recht verloren ...

    Franz Huber

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