Mittwoch, 13. März 2013

Franziskus I. und das Konzil

Ewald Huscava
Am Mittwoch, dem 13. März abends um 19:30, war eigentlich ein weiterer Vortrag zum Thema 50 Jahre Vatikanisches Konzil angesagt. Um 19:04 kam ein Ereignis durchaus globaler Bedeutung dazwischen, der weisse Rauch stieg aus dem Konklave doch eher überraschend schnell auf. Nach dem ersten Versuch, die doch lange Wartezeit bis zur Vorstellung des neuen Papstes zu überbrücken, indem der quirlige Vortragende Univ.Dozent Dr. Ewald Huscava vor den projizierten Vatikan-News begann, wurde durch wachsende Neugier der Anwesenden sehr erschwert und die Besucherinnen und Besucher des Vortrages wechselten in die beiden Räume der Pfarrkanzlei, um Zeugen der ersten Worte des neuen, argentinischen Papstes zu sein.

Habemus Papam
Habemus Franziskus I.
Dennoch ging es nach dem Gute Nacht Gruß des neuen Papstes wieder konzentriert weiter.
Ewald Huscava, dem man seine Profession als Ausbildner von Predigern und selbst Domprediger, durchaus positiv im sehr lebendigen Vortrag dieses faszinieren Themas anmerkte, sprach über "Das Konzil und die Stellung der Kirche in der Welt". Es war kein Monolog, sondern fast ein Workshop, bei dem die Besucherinnen und Besucher intensiv eingebunden wurden.


Es ging um das Konzilsdokument "Gaudium et Spes - Freude und Hoffnung" das dieses Thema in doch sehr revolutionärer Weise behandelt. Auch heute noch ist es das wohl umstrittenste Konzilsdokument, da es die Kirche nicht mehr als Gegensatz zur "Welt" sondern als deren Teil betrachtet, der mit dem Rest der Welt in den Dialog in Augenhöhe treten will. Die Kirche, die die Konzilsväter im Dokument "Lumen Gentium - Licht der Völker" neu als Volk Gottes beschrieben hatten,  meint, der Welt genausoviel geben zu können, wie sie von der Welt bekommen kann. Und die laufenden Hinweise der Konzilsväter, dass auch die Kirche den neuen Tönen der neuen Zeit lauschen müsse und sie verstehen müsse, um die rechten Antworten zu finden, kann man nicht überlesen.





1 Kommentar:

  1. Das war wirklich ein genialer Abend. Ich bin froh, dabei gewesen zu sein!!

    AntwortenLöschen

Wir freuen uns über jeden Kommentar. Und da wir mit konkreten Menschen kommunizieren wollen, bitten wir Sie, nicht anonym zu kommentieren.