Montag, 25. Februar 2013

Sedisvakanz und Konklave

Am 28.2.2013 um 20:00 Uhr tritt Papst Benedikt XVI zurück. Die damit beginnende Zeit bis zur Wahl eines neuen Papstes nennt man Sedisvakanz.  Zum Eintritt der Sedisvakanz werden in allen Pfarr- und Klosterkirchen in Österreich die Glocken 15 Minuten geläutet. Darin mischt sich wohl der Dank an Benedikt XVI für sein Pontifikat, als auch die Bitte an Gott, uns bei der Findung eines neuen Papstes beizustehen. Hier steht "Findung" und nicht "Wahl"; denn Kardinal Christroph Schönborn hat unlängst in einem ZIB-Interview so treffend gesagt: nicht wir (die Kardinäle) erwählen uns einen Papst, sondern Gott hat ihn schon länst erwählt und unsere Aufgabe ist es, denjenigen zu finden.

Die Sedisvakanz wird auch in den Gottesdiensten (und Stundengebeten) sichtbar werden: in den Hochgebeten wird nur mehr der örtliche Bischof genannt, nicht mehr jedoch der Papst. Seitens der Bischofskonferenz gibt es die Einladung, die im Konklave versammelten Kardinäle mit dem Gebet besonders in diesen Tagen zu begleiten.

Zum Konklave zugelassen sind alle Kardinäle unter 80 Jahren. Von den 209 Kardinälen sind also 117 zugelassen. Nach ihrer Herkunft verteilen sie sich wie folgt:

28 Italien
 6 Deutschland
 5 Spanien
 4 Frankreich
 4 Polen
 2 Portugal
13 weitere europäische Länder (darunter auch der Erzbischof von Wien)
19 Lateinamerika
14 Nordamerika
11 Afrika
11 Asien
1 Ozeanien

Der Ablauf des Konklaves ist sehr gut auf dem deutschsprachigen Blog von Radio Vatikabn beschrieben. Siehe dazu auch:
->Informationen zu Sedisvakanz, Konklave und Papstwahl
->Das Prozedere der Papstwahl

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wir freuen uns über jeden Kommentar. Und da wir mit konkreten Menschen kommunizieren wollen, bitten wir Sie, nicht anonym zu kommentieren.