Freitag, 22. Februar 2013

Pferdefleisch im Vatikan aufgetaucht!

Hier ein ReBlog eines ->Artikels auf dem Blog "Echo Romeo" vom 20.2.2013. Ich konnte nicht widerstehen, ihn wiederzugeben. Ist zwar auf deutsche Promis zugeschnitten und nicht ernstzunehmen, regt aber zum Schmunzeln an:

[Von Bastian]
Eine Lasagne aus einem römischen Supermarkt, die in den Vatikanküchen zubereitet werden sollte, enthielt Pferdefleisch. Sie wurde weggeworfen. 
Nach Bekanntwerden dieses Skandals überschlugen sich die Nachrichten in der Presse und dem Internet.

So twitterte Claudia Roth: „An die vatikanische Männerriege: Ich bin sehr betroffen!“ Auf Facebook schrieb sie, sie verstehe nicht „mit welchem Recht Männer mit Moral um sich werfen, die so weltfremd sind, dass sie keine Kuh von einem Pferd unterscheiden können“.


Der Theologe Hans Küng meinte im Spiegel-Interview, damit sei zu rechnen gewesen. Unter Benedikt habe der Vatikan zwar nachdrücklich alle Fehler und Missstände bei anderen verfolgt, jedoch der eigenen Situation keinerlei Augenmerk geschenkt. „Auch sein Rücktritt, als es eng wurde, konnte diese Katastrophe nicht mehr verhindern.“

Angela Merkel zollte dem Vatikan Respekt für sein entschlossenes Wegwerfen. Sie habe von einer der besten Küchen der Welt nichts anderes erwartet. Vermutungen der Presse, der Vatikan habe offensichtlich Beziehungen zum Springreiterverband und stehe hinter dem dortigen Dopingskandal, wies sie zurück. Das sei nicht bewiesen.

Gianluigi Nuzzi kündigte ein Buch an, in dem er die Packung der Lasagne vollständig veröffentlichen will.

Die Piusbruderschaft schreibt auf ihrer Website, wieder einmal zeige sich, dass große Teile der Kurie geneigt seien, jedem Trend hinterherzulaufen. Der inzwischen ausgeschlossene Bischof Williamson sagte, seiner Meinung nach habe es nie Pferde gegeben.
Familienministerin Schröder meinte, es heiße "das Pferd". Eigentlich könne man auch "das Kuh" sagen.

Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hingegen erhofft sich die Unterstützung der Kirche bei einer Gesetzesinitiative, den Begriff der Kuh auf Pferde auszuweiten, da seine derzeitige Engführung diskriminierend sei. „Wer versucht, mit einer Kuh am Dressurreiten teilzunehmen, wird ausgeschlossen. Wer Pferd futtert, bekommt Angst. Es ist nicht Aufgabe der Gesetzgebung, diese Spaltung festzuschreiben, sondern sie zu überwinden.“

Heiner Geißler sagte, seine Vision sei mittelfristig ein gemeinsames Mahl von Atheisten, Protestanten und Katholiken, wenn man es gemeinsam schaffe, nicht mehr von Kuh und Pferd, sondern nur von Fleisch zu reden. Die Unterschiede seien nicht mehr zeitgemäß. Frikadellen aus gemischtem Hackfleisch müssten eigentlich schon heute für alle Beteiligten tragbar sein.

Auch innerhalb der katholischen Kirche sorgt die Nachricht für Reaktionen.

Die Reste von WiSiKi und „Katholikentag von unten“ erklärten zur Lasagne übereinstimmend, sie hätten schon immer die besseren Rezepte gehabt.

Das Erzbistum Köln ließ verlauten, moralisch sei gegen den Verzehr von Pferd nichts einzuwenden, solange sicher sei, dass es sich um eine Kuh handele.

Hans Langendörfer schlägt vor, den Verkauf von Pferdefleisch an eine Stiftung zu übertragen, deren Vorsitz er gerne übernehme. Der Erlös könne für ökologische Projekte verwendet werden und zum Existenzerhalt der bedrohten Pferdemetzgereien.

Die Pfarrerinitiative teilte mit, eine Streichung vom Speiseplan sei wirklichkeitsfremd. Stattdessen legte sie eine copyrightgeschützte Liste mit Forderungen vor, wie Pferdefleisch zu würzen sei. Jesus habe nachweislich nichts gegen Pferde gehabt. Es sei ein Memorandum in Vorbereitung, das zu einem offeneren Umgang mit der Situation auffordern wolle. Toten Pferden sei auf Augenhöhe zu begegnen. Aus der Pressestelle der DBK hieß es dazu, man wolle niemanden vom Dialogprozess ausschließen.

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