Sonntag, 10. Februar 2013

1700 Jahre Mailänder Toleranzedikt

Konstantin und seine Mutter Helena
mit der von ihr entdckten Reliquie des
angeblichen Hl. Kreuzes (Ikone)
In den  kommenden Tagen werden die katholischen und orthodoxen Kirchen daran erinnern, dass im Februar des Jahres 313 unter Kaiser Konstantin in Mailand das Toleranzedikt erlassen wurde (gemeinsam mit dem einzigen noch verbliebenen Mitkaiser). Es sicherte im Römischen Reich die Religionsfreiheit, speziell auch für die Christen nach Jahrhunderten der Christenverfolgung. Mit diesem als Konstantinische Wende bezeichneten Ereignis begann der Aufstieg des Christentums zur Staatsreligion, die aber erst im Jahre 380 durch Kaiser Theodosius I erfolgte.

Das Christentum als staatliche Religion gibt es seitdem bis heute, wobei die Diskussion darüber wieder leise beginnt. So tauchte in Kommentaren zum Diözesanen Erneuerungsprozess mehrmals der Begriff "Ende der Konstantinischen Reform" auf. Und wenn man die Anliegen des kommenden Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien nimmt, dann könnte man schon glauben, manche wollen das Rad der Zeit wieder vor das Jahr 380 stellen.

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