Donnerstag, 13. Dezember 2012

Friedensnobelpreis für die Europäische Union

Ist das ein Thema für die Katholische Kirche? Ja, ich meine schon. Es ist wohl durchaus auch ein Zeichen, dass der Erzbischof und Kardinal Christoph Schönborn, der Präsident des Gewerkschaftsbundes Erich Foglar und der Präsident der Wirtschaftskammer Christoph Leitl eine gemeinsame Erklärung dazu abgegeben haben. Den Text können Sie hier lesen.

Ich persönlich glaube ja, dass ein Aspekt des Konzeptes der Europäischen Union, die ja von sehr christlichen Politikern wie Adenauer und Schumann mitgegründet wurde, viel zu wenig Beachtung findet. Es hat wahrscheinlich noch nie in der Geschichte der Welt ein System gegeben, bei dem Nationen freiwillig einen Teil ihres Reichtums hergeben, um mehr Ausgewogenheit unter den Mitgliedern einer Union, eines Bundes, einer Wirtschaftsgemeinschaft zu erreichen. Ein Trend unseres Zeit in den einzelnen Ländern ist ja ein Auseinandertriften von Arm und Reich. Gerade das hat aber die Europäische Union zwischen ihren Mitgliedern als ungerecht und nicht friedenstiftend erkannt. Hunderte Milliarden Euro, über die derzeit der österreichische Kommissar Gio Hahn wacht, aber doch nur ein relativ  kleiner Prozentsatz der Wohlhabenheit eines Landes, wechseln freiwillig von den reichen zu den armen Ländern und tragen die Berge des Wohlstandes ein wenig ab, füllen aber auch die Täler der Armut etwas aus.

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