Freitag, 2. November 2012

Requiem aeternam dona eis Domine

Herr, gib Ihnen die ewige Ruhe. Zu diesem Thema war am Allerseelentag in unserer Pfarrkirche das Requiem für alle Verstorbenen. In einer fast vollen Kirche gab es genug Zeit an seine eigenen Lieben, die nicht mehr unter uns sind, zu denken. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen von Herbert Lauermann, der an der Orgel mit Julia Pichler, einer Geigerin aus Wien, und seinem Sohn Lukas Musik von J.S. Bach und J.Dowland spielte. Besonders gelungen war es, dass Choralvorspiele z.B. das Choralvorspiel zu Ach wie nichtig, ach wie flüchtig (es lohnt sich auch, den Text zu lesen) als Vorspiele des Volksgesanges, also wirklich als Choralvorspiele, dargeboten wurden.

Das abschliessende Adagio aus der Sonate für Viola da Gamba und Cembalo g-moll BWV 1029 von J.S. Bach entliess die Kirchenbesucher in nachdenklicher und tröstlicher Stimmung.  Hier eine ebenso tröstliche  Aufnahme mit Cello und Klavier aus Youtube.

 

Und hier noch die letzten drei Strophen des Liedes...

Ach wie flüchtig,
Ach wie nichtig
Ist der Menschen Herrschen!
     Der durch Macht ist hoch gestiegen,
Muß zu letzt aus unvermögen
In dem Grab erniedrigt liegen!
 

Ach wie nichtig,
Ach wie flüchtig
Ist der Menschen Prangen!
     Der im Purpur hoch vermessen
Ist als wie ein Gott gesessen,
Dessen wird im Tod vergessen!


Ach wie flüchtig,
Ach wie nichtig
Sind der Menschen Sachen!
     Alles, alles, was wir sehen,
Das muß fallen und vergehen:
Wer Gott fürcht, wird ewig stehen!

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